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Geschichte mit Bart

17. Januar 2010

Spock’s Beard mit neuem Album X

Spock’s Beard finanzieren ihr neues und zehntes Album über Pre-Ordering. Erste Hörproben gibt es jetzt bei MySpace.

Bereits 9 Jahre ist es her – ich musste das auch erst mal nachlesen – als Marillion ihr Album ANORAKNOPHOBIA mithilfe ihrer Fans finanzierten. Und nicht nur das – sie konnten damals zur EMI zurück und sind inzwischen um ein paar Alben und Erfahrungen reicher (z.B. dass die Fans die Alben eben doch im CD-Laden des Vertrauens kaufen wollen). Erfahrungen, die sich nun auch die Herren der Neo-Retro-Progger von Spock’s Beard zunutze machen. Parallelen mit weggelaufenen Sängern sind ja durchaus gegeben. Für das inzwischen 10te Studioalbum der Progurgesteine der Westküste haben sie dem InsideOut-Label den Rücken gekehrt und ihre Fanbase aktiviert. Manch einer wird sogar in den Genuss einer sehr persönlichen CD kommen. Das individuelle Paket inkl. Namensnennung als »Executive Producer« und Erwähnung in einem der Songs ist aber *grmpf* leider schon ausverkauft. Was ein wenig seltsam anmutet ist allerdings Umstand, dass sich Spock’s Beard zwar gegen einen Download bei itunes aussprechen, aber gleichzeitig eine App für das iPhone anbieten – aaaaha (ja, ich höre es schon: Ist aber doch bei AppShopper erhältlich – trotzdem wenn, dann konsequent, oder?). Nunja, andere Musiker der Szene, wie z.B. Steven Wilson, greifen bei dieser Diskussion ja zu deutlich heftigeren Maßnahmen.

Spock’s Beard © Alex Solca

Spock’s Beard in aktueller Besetzung von links nach rechts: Nick D'Virgilio (voc, dr, acgit…), Alan Morse (git, cello, backvoc), Dave Meros (b, backvoc) und Ryo Okumoto (keys, backvoc) © Alex Solca)

Aber auch ohne itunes dürfen sich eingefleischte Fans und solche, die es noch werden wollen, auf X freuen. Die ersten Hörproben eröffnen mir zwar erst einmal eines: nichts Neues und gewohnt Gutes (für mich nicht zwangsläufig ein Widerspruch). Außer vielleicht einem stärkeren Einfluss von schmachtenden Westcoast-Rockklängen. Während in der Progszene derzeit vor allem die härteren Töne angeschlagen werden, bleiben sich Spock’s Beard eben treu. Hörproben sind bei dieser Art von Musik ja eh so eine Sache. So richtig beurteilen können wird man X erst als Gesamtwerk, kündigte die Band doch bereits im August 2009 an, an einem der homogensten oder »geschlossensten« Werke nach der Neal Morse-Ära zu arbeiten. Die typische Schweineorgel kommt ebenso wieder zum Einsatz wie orchestrale Elemente, der für SB-typische Satzgesang, Mellos, akzentuierte Drums, schwebende Gitarrensoli, die ganze Retropalette eben. Hier und da wird es bestimmt auch wieder Frickelparts geben, so zu hören bei »Edge of the in-Between (excerpt 3)« oder auch beim derzeit nur in Instrumentalversion vorhandenen »Think Twice« (garniert mit einem typischen Spock’s Beard Key-Akkord zu Beginn).

Auf den MySpace-Seiten soll es in den kommenden Wochen immer wieder Auszüge zu hören geben. Außerdem hat die Band einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem man bereits einen kleinen Blick in die aktuellen Studioarbeiten erhaschen kann. Ein wenig Geduld muss man bis zur Veröffentlichung sicher noch aufbringen, der Zeitplan ist vermutlich so nicht mehr einzuhalten (angekündigt war das Album für Ende 2009/Anfang 2010). Sobald es die ersten Tourtermine gibt, posten wir diese hier als Kommentar.

Spock’s Beard bei MySpace, dort gibt es die ersten Hörproben

Youtube-Channel

Spock’s Beard im Web

Artikel zum Marillion-Prinzip

Video aus dem Spock’s Beard Studio

One Comment leave one →
  1. Thorsten permalink*
    17. Januar 2010 12:44

    Neun Jahre ist das schon her mit Marillion? Die Zeit vergeht… Andererseits, wenn ich so kurz überlege, ist die Fanbase-Finanzierung wirklich gar nicht mal so neu, die Einstürzenden Neubauten haben ja auch 2002 ihr Supporter’s Project in’s Leben gerufen. Und z.B. Alphaville haben sich auch komplett auf ihre Fanbase und Web-Vermarktung über ihre »Moonbase« verlegt…

    …die Zeit vergeht…

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