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Heiße Kürbissuppe

16. Januar 2010

Billy Corgan im Studio © Kristin Burns

Billy Corgan nimmt Jessica Simpson mit ins Studio, veröffentlicht das neue Mammut-Album stückchenweise kostenlos und hat jetzt ein eigenes Label gegründet, das noch nach geeignetem musikalischem Nachwuchs sucht.

Die beständigste Glatze des Grunge arbeitet derzeit an einem epischen 44-Song-Werk zusammen mit Kerry Brown (der ehemalige Gatte der noch ehemaligeren Bassistin der Pumpkins D’arcy Wretzky). Mit dem hat er vor kurzem auch ein eigenes Label gegründet, Name noch unbekannt. Twitter und weitere Quellen, z.B. eventim, vermeldeten jetzt, dass Billy Corgan Jessica Simpson offenbar nicht nur zu privaten Dates trifft, sondern auch mit ihr ins Studio geht. Ob Liebeslied oder nicht, Jessica ist auf jeden Fall mächtig stolz – sie twitterte am 12.1: »Ich bin vom Glück verwöhnt: Arbeite an einem Song mit Billy«. Wir sind schon sehr gespannt, ob die VÖ vielleicht mal für eine Schalala-Lampe reicht…

Jessica Simpson und Kerry Brown im Studio

Dieses Bild via twitpic bleibt der Nachwelt erstmal erhalten: Jessica Simpson und Kerry Brown im Studio © Kristin Burns

Das von Kristin Burns veröffentlichte Foto wurde offenbar ruckzuck wieder bei Flickr entfernt, aber die Blogger von hipster united haben das offensichtlich schon geahnt und schnell eine Meldung online gestellt. Abgesehen von der brodelnden Gerüchteküche ist aber vor allem das Projekt ein Wahnsinn. Die 44 Songs des inzwischen achten Smashing Pumpkins-Albums Teargarden by Kaleidyscope sollen als EP erscheinen und abschließend auch als Album (genauere Infos bei intro.de). In unregelmäßigen Abständen kann man den jeweils aktuell gemasterten Song der Band kostenlos downloaden.

Cover des neuen Albums Teargarden by Kaleidyscope

Cover des neuen Albums Teargarden by Kaleidyscope

Derzeit online: »Song for a Son«, den Corgan laut tonspion.de innerhalb einer Viertelstunde ausgespuckt hatte und der zumindest bei mir schon die Spannung geweckt hat, was in Zukunft für Häppchen auf uns warten. Die Nummer 1 von 44 ist eine melancholische, zu Beginn sehr reduziert arrangierte Ballade, die sich in ganzen 6 Minuten über die Vater-Sohn-Beziehung auslässt. Piano, Bass, E-Piano und Akustikgitarre machen fast eine Minute Stimmung bis Corgan sich in guter alter Manier in den Song quält. So richtig los geht’s erst nach 2 Minuten, das hat ja fast schon Prog-Qualitäten. Und man fühlt sich mal wieder zurückversetzt in gute alte Led Zeppelin-Zeiten, Stairway to Heaven klingt – so wie es auch in dem Verriss bei Pitchfork zu lesen ist – ziemlich durch an einigen Stellen. Und für 15 Minuten ist der Output doch ganz ordentlich. Auch wenn ich hier nicht Worte wie Genialität, Einzigartigkeit oder hitverdächtig einfügen würde, es bleibt trotz personeller Veränderungen immer noch das zu hören, was ich an Smashing Pumpkins so unnachahmlich finde: Depression in Noten.

Für das neue Brown-Corgan-Label wird übrigens noch nach interessanter neuer Musik gesucht – Newcomer sollten sich also schleunigst mit Kerry höchstpersönlich in Verbindung setzen, der auf seinem Blog um Promos bittet – sowas gibt es ja wohl selten genug.

Wer weiter auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte sich vor allem diese Adressen hier merken:

Das Smashing Pumpkin Studio Blog

Die offizielle Website, auf der es die Songs zum Download gibt

Fanblog hipster united

Die Twitteraccounts der Beteiligten: Billy CorganJessica SimpsonKerry BrownKristin Burns

5 Kommentare leave one →
  1. 19. Januar 2010 10:17

    Und schon ist der nächste Song online – über Widow Wake My Mind spricht sogar das Wall Street Journal http://bit.ly/6xiMYq

  2. Thorsten permalink*
    19. Januar 2010 12:52

    Das WSJ hat Recht: recht beatle-esk, der Song. Und ich bin gespannt, wann wieder die ersten kommen, die sich daran stören, dass das Gitarren-Riff nach »Kashmir« klingt und die Harmoniefolge inkl. Strings-Sound nach »Song for Guy«… ;-)

  3. Thorsten permalink*
    31. Januar 2010 14:15

    Oh! Mein! Gott! Als ob wir nicht schon genug zu verkraften hätten mit der Trennung von »Brangelina«, kommt nun die nächste Hiobsbotschaft – das Aus von »Billessica«! Wie FOX411 berichtet, sind Billy und Jessica schon kein Paar mehr. Warum, warum nur?

    Unüberbrückbare musikalische Differenzen, oder was? Was wird jetzt aus Jessicas neuem Album? Müssen wir uns nun Sorgen machen, dass uns ein weiteres Machwerk…äh…ein Meilenstein, latürnich, der Musikgeschichte erspa…äh…vorenthalten wird?

    Weit gefehlt! Billy hat Jessica nämlich versprochen, ihr trotzdem bei ihrer neuen Platte zu helfen. Na, mit – Achtung, Ka(h)lauer –Platte kennt er sich ja aus…

    Wir können also…ähem…aufatmen. Oder so.

    http://bit.ly/7j9Mmg

  4. 7. März 2010 19:53

    So – neuer Song aus Kürbishausen , »A Stitch In Time« der Name der Nummer. Nun, ich war ja bis jetzt nicht so hart wie andere Kritiker, aber zu diesem Song sage ich auch eher mal: Als Demo, das eine Grundidee festhält, ganz ok. Hat interessante Parts. Könnte man schon was draus machen. Und sollte am Ende vielleicht auch von jemand anderem gesungen werden. Der Rolling Stone hat recht: http://bit.ly/b68A8a . Lustig auch, was Herr Corgan offenbar im Interview offenbarte: http://bit.ly/bx5NPd . Pfeifen im dunklen Wald, oder was?

Trackbacks

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