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		<title>»The money is here, the women are here, the beer is here…«</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 10:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des Tourauftakts im Tübinger »Sudhaus« hat uns die britische Ausnahmeband The Brew erlaubt, das Lauschsofa in der Garderobe für ein »Exklusiv-Interview« aufzustellen – ein äußerst entspannter und sehr ausführlicher Sofaplausch vor dem Konzert über die Band, ihre Musik und Musik im allgemeinen war die Folge…<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2373&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-teaser2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2434" title="thebrew-teaser2" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-teaser2.jpg?w=600&#038;h=50" alt="The Brew - Teaser © Thorsten, Lauschsofa, 2010" width="600" height="50" /></a></p>
<p>Anlässlich des <a title="Familien-Brauerei Schmidt" href="http://wp.me/pz71o-Cf" target="_blank">Tourauftakts im Tübinger »Sudhaus«</a> hat uns die britische Ausnahmeband The Brew erlaubt, das Lauschsofa in der Garderobe für ein »Exklusiv-Interview« aufzustellen – ein äußerst entspannter, lustiger und sehr ausführlicher Sofaplausch vor dem Konzert über die Band, ihre Musik und Musik im allgemeinen war die Folge…</p>
<p><span id="more-2373"></span></p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Ihr startet den zweiten Teil Eurer Deutschlandtour heute abend hier in Tübingen im Sudhaus. Da stellt sich natürlich die Frage: Zufall oder Absicht? Ihr wisst doch, was »Sudhaus« heißt?</span></p>
<p><strong>The Brew:</strong> Äh, nein…</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> »Sudhaus« heißt »Brauerei« <em>(Anm. d. Red.: englisch </em>»<em>brewery«)</em>…</span></p>
<p><strong>The Brew</strong> <em>(lachen)</em><strong>:</strong> Oh wirklich? Das ist ja fantastisch…perfekt!</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Zuallererst nochmal vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit nehmt für ein Interview mit dem Lauschsofa. Ich will auch gleich ganz vorne anfangen, denn über die Ursprünge der Band findet man komischerweise nirgends etwas. Wie kam es zu The Brew? Es gibt ja nicht viele Rockbands, wo Vater und Sohn zusammenspielen. Fing das alles an als eine Art »Familien-Spaß-Projekt« oder habt Ihr, Kurtis und Jason, eine Band gegründet und Euch fehlte ein Bassist…? </span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Im Grunde war es so…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Sie suchen immer noch nen Basser…hey, sagt jetzt nichts Falsches! <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Es fing wirklich aus Spaß bei uns zuhause an. Aber wir hatten vor Jason erst noch ein paar andere Gitarristen. Als Jason dann irgendwann dazu kam, ging es richtig los.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, ich hab ja erst bei Led Zeppelin und Pink Floyd gespielt, aber die haben sich ja irgendwann aufgelöst und dann bin halt ich bei den Typen hier gelandet… ;-)</p>
<p><strong>Tim:</strong> Stimmt, die Geschichte ist nicht sehr detailliert dargestellt auf der Website, also gerade über die Anfänge der Band. Es gab mal was auf Wikipedia…das letzte Mal, als wir draufgeschaut haben, hatte es jemand komplett ins Spanische übersetzt <em>(lacht)</em>…aus irgendeinem bizarren Grund.</p>
<div id="attachment_2435" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-jasonkurtis.jpg"><img class="size-full wp-image-2435" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-jasonkurtis.jpg?w=600&#038;h=398" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Jason (links) und Kurtis von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Ich hab gehört, dass Ihr in Spanien sehr erfolgreich seid.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, es läuft wirklich sehr gut. Gerade Deutschland und Spanien – jedes Mal wenn wir spielen…es ist unglaublich! Wir waren gerade auf Tour in Spanien und überall, auf jedem Radio- oder Fernsehsender, in jeder Zeitung des Landes, war die Rede davon. Wie kommt das? Das ist echt unglaublich…</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Ich habe auch gehört, dass das britische Publikum offenbar nicht so begeistert von Euch ist wie die britischen Kritiker? Stimmt das?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, das ist wahr.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Stimmt. Es ist wirklich schwer für neue Bands in England – es sei denn sie haben Sony oder EMI oder so hinter sich. Es gibt viele Möglichkeiten zu spielen, aber kein Publikum. Niemand will Geld bezahlen um eine Band zu sehen – es sei denn es ist eine große Band. Aber woher kommen die großen Bands? Es muss ein Mittelfeld geben…</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Irgendwo muss man ja anfangen…</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Genau. Und in Europa, speziell in Deutschland, gibt es offensichtlich viele Möglichkeiten zu spielen, und viele Menschen wollen neue Musik bzw. Bands auf unserem Level hören… es gibt  einfach viel Unterstützung.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Das ist in ganz Europa so. Ich meine, in Deutschland läuft es besonders gut für uns, aber der Fairness halber muss man sagen, dass es fast in ganz Europa so ist. Die meisten europäischen Länder scheinen Live-Musik und neue Live-Bands zu unterstützen. Und das ist wohl der Grund warum man die ganzen Künstler aus Amerika, Großbritannien und sonstwo hier findet – jeder kommt nach Europa. Da ist die Szene. Selbst große amerikanische Bands…gut, »groß«…aber z.B. Walter Trout, er ist ein Freund von uns, sagt: »Die Szene in Amerika… es gibt einfach keine.« Und die Szene in England… es ist sehr, sehr schwer in England eine Tour zu machen.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Es ist alles von Simon Cowell (<em>Anm. der Red.: Der Macher von »Britain’s Got Talent«, also die UK-Version von »Deutschland sucht den Superstar«, früher A&amp;R Berater bei Sony</em>) ruiniert, es geht nur um Modetrends, um das, was gerade »in« ist… es ist schwer.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Den Leuten wird erzählt, was sie hören und was sie gut finden sollen. Und in Europa haben die Menschen noch eine individuelle Meinung, sie treffen die Entscheidung selbst, sie gehen raus und suchen, entdecken die Musik auf eigene Faust. Das ist sehr gut, ich meine, das ist toll für Bands wie uns.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Und es ist toll für das Publikum.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja klar! Das ist so wie es sein sollte. Und wie es war, bevor das große Geld ins Spiel kam.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Das ist das Problem. Alles dreht sich nur ums Geld.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Es dreht sich alles nur ums Geld in England und Amerika.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Man erkauft sich seinen Weg zum Ruhm.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Wir machen&#8217;s noch auf die alte Art: Drei Bandmitglieder und zwei Crew-Leute in einem weißen Van raus auf die Strasse. Das ist so, wie&#8217;s früher immer war und wie es für uns jetzt ist.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Also gibt es (noch) keine Pläne für eine neue »British Invasion«?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ach…weißt Du, wir haben darüber gesprochen, aber ich denke, das Problem für Bands wie uns ist: es gibt so viele Orte in Amerika zu spielen und Amerika ist so ein riesiges Land…wo zum Teufel sollten wir anfangen? <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Und Du brauchst viel Geld im Rücken…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ich meine, größere Bands als wir haben es versucht und sind gescheitert. Wir haben Fans in Amerika, wir könnten in die USA gehen und ich bin mir sicher, es würde recht gut laufen für uns. Aber auf der anderen Seite muss man für den Moment auch sagen: Deutschland läuft außerordentlich gut, Spanien läuft sehr gut, Holland und Belgien… Polen, wir hatten zwei Alben in den Charts in Polen… warum denken wir, das Gras wäre grüner auf der anderen Seite? Diese Länder sind fantastisch, unterstützen uns… das Geld ist hier, die Frauen sind hier, das Bier ist hier<em> (lacht)</em>, also warum sollten wir nach Amerika?</p>
<div id="attachment_2436" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-tim.jpg"><img class="size-full wp-image-2436" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-tim.jpg?w=600&#038;h=896" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="896" /></a><p class="wp-caption-text">Tim Smith von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Sehr gut zusammengefasst! ;-) Ich frage eigentlich nur deshalb, weil ich es schon bei so manch anderem Künstler aus England beobachtet habe, dass eine Tendenz besteht, erst Amerika zu erobern bevor sie sich auf den »Kontinent« begeben.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ich glaube, jede Band, die denkt, sie könnte Amerika erobern, wird ein böses Erwachen haben. Ich denke, das ist eine schier unlösbare Aufgabe, es sei denn man trifft auf wirklich einzigartige glückliche Umstände. Und hat genug Geld im Rücken. Oasis haben&#8217;s versucht, Robbie Williams hat&#8217;s versucht…also, wenn <strong>die</strong> Jungs es schon nicht geschafft haben mit all dem, was sie hinter sich haben, welche Chance haben dann drei Typen aus Grimsby? Es gibt auch noch andere Plätze auf der Welt, wo man hin kann, Amerika ist nicht das »Mekka«.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Japan.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, Japan. Wir werden »Big in Japan« sein.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Oh ja, die wollen uns.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, Japan wäre gut, würde mir gefallen. Amerika ist nicht das »Mekka«. Sie denken vielleicht sie wären es… <em>(alle lachen)</em></p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Lasst uns noch mal zurückkommen auf die Geschichte der Band oder vielmehr Euren musikalischen Hintergrund. Tim, warst Du schon immer Profi-Musiker?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Nein…nein…nein…nein…also: nein <em>(lacht)</em> Bis vor sechs Jahren war ich reiner Amateur. Ich bin aber immer noch ein ziemlicher Amateur, tut mir leid <em>(lacht)</em></p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Du hast aber nicht erst vor sechs Jahren angefangen…</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Nein, ich spiele schon mein ganzes Leben lang Bass, aber richtige Profis sind wir vielleicht seit 18 Monaten.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Wie hast Du angefangen, Jason?</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Ich war schon immer Musiker. Ich hab mit fünf angefangen Gitarre zu spielen, das war alles, wovon ich immer geträumt habe und zum Glück ist der Traum jetzt wahr geworden. Äh, ich war schon in der Schule wie die meisten Kinder…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Aber nicht lange…</p>
<p><strong>Jason:</strong> …aber nicht sehr erfolgreich. Ja, nicht lange <em>(alle lachen)</em>. Ich ging aufs College, wurde rausgeschmissen <em>(alle lachen),</em> denn jedesmal wenn die Zeit für Examen war…Du studierst ein Jahr und jedes mal… oh Mann, auf Tour hab ich für&#8217;s Examen gelernt und wenn die Examen waren, war ich wieder auf Tour. Also haben sie gesagt »Tut uns leid, aber wir können Dich nicht länger hier behalten« – und haben mich rausgeschmissen. Und ich glaube, das war der Punkt wo ich gemerkt hab: Hey, es ist mir egal. Denn alles was ich tun will, ist Musik machen. Also bin ich seit ich 15, 16 bin Profi.</p>
<div id="attachment_2437" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-kurtis.jpg"><img class="size-full wp-image-2437" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-kurtis.jpg?w=600&#038;h=450" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen erfolgreiche Schulabgänger aus: Kurtis von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Und wie war&#8217;s bei Dir, Kurtis?</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ja, ähnlich…ich meine…ich hab mit Schlagzeug angefangen…</p>
<p><strong>Jason: Er</strong> ist intelligent… <em>(alle lachen)</em></p>
<p><strong>Kurtis</strong><em> (lacht)</em><strong>:</strong><em> </em> Ja, <strong>ich</strong> bin zur Schule gegangen, <strong>ich</strong> bin auch dort geblieben…also, ein bisschen länger…ich bin auch auf&#8217;s College gegangen… hab mit Schlagzeug angefangen als ich 14 war, also vor ca. 8 Jahren, und die Band gründete sich auch so um den Dreh herum… das war&#8217;s eigentlich. In England ist man mit etwa 18 mit dem College fertig, und ich hab&#8217;s bis zum Ende durchgezogen. Aber ich hab nicht Musik oder so studiert, sondern war im Bereich Film, Medien, Photographie unterwegs. Aber ich denke, von jetzt an ist es für uns alle drei nur noch Musik für den Rest des Lebens.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> In Deutschland ist es so: Normalerweise, wenn Jungs im Teenageralter eine Band gründen und anfangen mit Gitarre oder Bass… dann spielen sie meistens Metal, lassen sich die Haare lang wachsen… Wie kommt es, dass Ihr Euch für diesen klassischen britischen Blues-/Hardrock entschieden habt?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Also, <strong>ich</strong> hab mir lange Haare wachsen lassen – aber die sind leider schon ausgefallen <em>(alle lachen)</em></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ich denke, das liegt an unseren Eltern. Als ich klein war, lief bei uns zu Hause nur Musik von Jimi Hendrix, Led Zeppelin, The Who, Pink Floyd… das ist die Musik, mit der ich aufgewachsen bin, die ich geliebt habe. Und sobald ich dann Schlagzeug spielen konnte, war das das erste, was ich spielen wollte. Ich wollte spielen wie John Bonham, Keith Moon… Ich hatte eigentlich nie wirkliches Interesse an Metal oder anderem. Bei Dir, Jason, war&#8217;s ja ähnlich, Du bist mit Blues aufgewachsen.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, mein Hintergrund ist hauptsächlich der Blues. Derjenige, der mich auf den Gedanken brachte Gitarre zu spielen – da war ich gerade mal zwei Jahre alt – war Hank Marvin. Irgendwann ging&#8217;s dann weiter mit Dire Straits, Gary Moore, Stevie Ray Vaughan… ich hab mich wirklich viel mit Blues beschäftigt, denn bei meinen Eltern lief das die ganze Zeit. Dann wollte ich aber irgendwann raus aus der Blues-Szene –  wenn Du ein Teenager bist, willst Du einfach nur abrocken.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Frauen wollen nichts wissen von Bluessängern…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, Frauen stehen nicht auf Bluestypen.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Viele Männer schon, aber Frauen eher nicht… <em>(alle lachen)</em></p>
<p><strong>Jason:</strong> Also wollte ich mehr Rock machen und zum Glück…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Er wollte für Leute spielen, die noch keine grauen Haare haben <em>(alle lachen)</em></p>
<p><strong>Jason:</strong> …kam ich auf Led Zeppelin, The Who, diese ganzen großartigen Bands…ja…und dann hab ich mich diesen Typen hier angeschlossen.</p>
<div id="attachment_2438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-jason.jpg"><img class="size-full wp-image-2438" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-jason.jpg?w=600&#038;h=800" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="800" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen stehen nicht auf Bluestypen, deshalb macht Jason auch lieber Rock – The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Ist es für Euch eigentlich eine Last, wenn man Euch die ganze Zeit vergleicht mit Hendrix, Bonham, Waters… </span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ich find&#8217;s toll.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Das kommt zwangsläufig…</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Für mich ist es keine Last. Wie ich schon sagte, als ich mit Schlagzeug angefangen hab, wollte ich sein wie John Bonham – und wenn mich die Leute jetzt mit ihm vergleichen, ist das toll, das gibt mir noch Ansporn. Könnte ja auch schlimmer sein, wenn sie einen z.B. mit den Spice Girls vergleichen…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, aber es ist klar dass so was passiert, egal wer Du bist. Es gab einfach schon so vieles vorher. Als Hendrix lebte, hat ihn niemand verglichen mit… ja mit wem denn? Mit wem haben sie The Who verglichen? Oder Led Zeppelin? Sie waren zu ihrer Zeit einfach unvergleichlich. Aber jetzt ist die Musik so weit fortgeschritten, dass der klingt wie der, und der ein bisschen wie der… dem kann man nicht entkommen. Man muss es akzeptieren und kann nur hoffen, dass man verglichen wird mit den Leuten, die man mag und von denen man beeinflusst wurde. Denn offensichtlich will man denen ja nachfolgen, denke ich.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Hoffentlich meinen sie es positiv…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, ich denke sie meinen es positiv.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Also gibt es keine Stimmen, die Euch vorwerfen dass Ihr nur kopieren würdet?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ach, die Stimmen wird es immer geben. Dass es heißt »ach, das ist doch der Song« oder »ach, das ist der Song bloß in ner anderen Weise«. Aber dann kannst Du zurückgehen zu Led Zeppelin und sagen: Led Zeppelin waren mit die größten Plagiatoren, die die Welt der Musik je gesehen hat. Aber hey, es hat sie nicht aufgehalten und sie haben mit die fantastischste Musik aller Zeiten geschrieben. Es gibt halt nur soundsoviele Akkorde, da ist es unvermeidlich… Du kannst heute fast jeden Song nehmen und sagen »das ist doch der Song«… so ist es eben.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ich denke, was er sagen wollte, ist, dass es naiv ist wenn man einfach sagt »ach, die kopieren doch bloß dies und das«, denn natürlich werden wir ein bisschen wie Hendrix oder Led Zeppelin klingen – schließlich wurden wir sehr von ihnen beeinflusst. Was wir versuchen, ist, diesen Retro-Sound und die Inspiration durch die älteren Bands zu haben und dem ganzen eine Art modernen Anstrich zu geben, moderne Einflüsse wie Wolfmother, Kula Shaker, Rage Against The Machine zu nehmen und diese beiden Dinge miteinander zu kombinieren. Das ist das, was wir versuchen.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Eines der besten Alben der letzten Jahre war unserer Meinung nach das erste Album von Wolfmother.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Oh ja, genau!</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Es ist ein fantastisches Album! Aber…nimm&#8217;s mir nicht übel, da hört man auch Black Sabbath raus…</p>
<p><strong>Jason:</strong> …die Doooors!</p>
<p><strong>Tim:</strong> Genau, die Doors…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Da ist alles mögliche drin…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Es ist einfach unvermeidbar, Du kommst nicht drumherum. Heutzutage nicht mehr, denke ich.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Wie Tim immer sagt: Es gibt keine Zukunft ohne die Vergangenheit.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, keine Zukunft ohne Vergangenheit, so war&#8217;s schon immer in der Musik. Ausgenommen denjenigen, der den ersten 12-taktigen Song geschrieben hat. Das war ein cleverer Typ!</p>
<div id="attachment_2439" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-interview.jpg"><img class="size-full wp-image-2439" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Irgendjemand, der so nett war, für’s Lauschsofa zu fotografieren" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-interview.jpg?w=600&#038;h=470" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Irgendjemand, der so nett war, für’s Lauschsofa zu fotografieren" width="600" height="470" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Wolfmother und der Klamottenwahl ist man sich einig: Thorsten und The Brew im Sudhaus, Tübingen © Irgendjemand, der so nett war, für’s Lauschsofa zu fotografieren - danke!</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Gut dass Ihr das erste Wolfmother-Album ansprecht. Ich finde, man tut Euch unrecht, wenn man sagt Ihr wärt von Wolfmother beeinflusst, denn ich würde eher sagen, The Brew und Wolfmother haben dieselben Wurzeln, sind aber unterschiedliche Neuinterpretationen des alten Stils.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ich denke das hängt zum Großteil von Jason ab und seiner Art Gitarre zu spielen. Andrew Stockdale spielt nicht Gitarre wie Jason, sondern eher in so einem Black Sabbath-Stil. Es kommt drauf an, wie man seine Wurzeln interpretiert.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ja, es sind schon zwei unterschiedliche Interpretationen, genau wie Du sagst. Der Grund, warum ich sagen würde, Wolfmother sind eine Inspiration für uns, ist: als das Album rauskam, haben wir es gehört und es war wie »Wow!«</p>
<p><strong>Tim</strong> <em>(reckt die Arme lobpreisend in den Himmel)</em><strong>:</strong> Jaaa… Es! Gibt! Noch! Rock&#8217;n'Roll! <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ja! Es geht noch! Es geht noch! <em>(alle lachen)</em> Insofern sind sie schon eine Inspiration.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Wir haben sie live gesehen, und als ich da vor der Bühne stand, sagte ich mir: Wenn wir jemals die Chance bekommen, auf einer Bühne zu stehen wie die, dann will ich nur dass unsere Band so spielt wie die. Denn die haben eine Show hingelegt…das war traumhaft, die waren so enthusiastisch, das konnte man richtig fühlen!</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Die waren live echt fantastisch.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Und wir haben immer versucht, das bei jeder unserer Shows genau so zu machen. Das ist ja auch eines der Dinge, was die Leute immer über uns sagen, dass die Energie und die Begeisterung der Band ansteckend ist. Und hoffentlich gelingt uns das auch jedes Mal.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Ich denke auch, dass das erste Album von Wolfmother eine der besten Scheiben der letzten Jahre ist, aber ich war irgendwie enttäuscht vom zweiten Album. Für sich genommen ist es sicher kein schlechtes Album, aber man hört deutlich, dass zwei Drittel der Band fehlen.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Oh ja, es ist anders, quasi »Wolfmother Mk II«.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Es ist anders, fast wie eine andere Band… sie hätten sich eigentlich auch nen anderen Namen geben können. Es ist ja eigentlich nur noch »der Sänger von Wolfmother mit ner anderen Band«. Das zweite Album hatte nicht mehr diesen frischen Sound.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Und das war mein erster Gedanke, als ich zum ersten mal <em>A Million Dead Stars</em> gehört habe: Das ist genau das, was ich beim zweiten Wolfmother-Album vermisst habe!</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Wirklich?</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Es ist grob, rau, pur…einfach leidenschaftlich.</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Wow! Sehr freundlich von Dir, danke!</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Doch, wirklich. Das hat sozusagen in gewisser Weise den Ausgleich hergestellt.</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Cool!</p>
<div id="attachment_2440" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live.jpg"><img class="size-full wp-image-2440" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live.jpg?w=600&#038;h=400" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Was ich mir auch gedacht habe: Ich höre keinen großen Unterschied zwischen <em>The Joker</em> und <em>A Million Dead Stars</em>. Im positiven Sinn, denn Ihr wisst, manchmal heißt es »ach, jetzt haben sie einen Produzenten mit einem großen Namen, dann wird sich wohl einiges ändern&#8230;«. Aber ich dachte mir, ok, es ist jetzt vielleicht ein bisschen geschliffener als <em>The Joker</em>… aber Ihr habt immer noch den originalen »Spirit« vom zweiten Album.</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Wir werden unseren Spirit immer behalten, das ist das was wir wollen.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Das war genau das, was unsere Absicht war. Wir wollten keine hochglanzpolierte Über-…</p>
<p><strong>Jason:</strong> …-Produktion im US-Stil werden, mit 20 Bläsern im Hintergrund, Orchester…</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Chris West war fantastisch in dem, was er tat, denn er wollte wirklich nur die reine Musik einfangen. Er wollte nichts daraus machen, was es nicht war…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Denn wir spielen, was wir aufnehmen. Wir spielen es live, wir müssen es vom Album auf die Bühne bringen können und auch von der Bühne auf das Album. Und so funktioniert es für uns. Also, was auf der Platte ist, das spielen wir auch. So funktioniert es für uns. Es gibt viele Bands, die Material aufnehmen, das sie kaum als Drei-Mann-Band auf der Bühne umsetzen könnten, zumindest nicht ohne Leute hinter den Kulissen oder Backing Tracks. Selbst The Who könnte man das vorwerfen, mit drei, vier Gitarren… Pete&#8217;s Bruder spielt jetzt ja auch noch mit… für mich waren The Who vier Leute auf einer Bühne, sonst nichts, nur sie, das war für mich alles, worum es bei The Who ging. Nicht wie jetzt, mit Bläsern, Backgroundsängern und sonstwem hinter den Kulissen… und das ist der einzige Weg, wie sie jetzt das reproduzieren können, was sie aufgenommen haben. Das ist nichts für uns.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Und wie seid Ihr mit Chris West zusammengekommen? Seid Ihr auf ihn zugegangen oder kam er und wollte mit Euch arbeiten?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Nun, man hat uns bei einem Festival in England Chris vorgestellt, er hat sich die Band angehört und am Ende des Festivals meinte er »Ok, Jungs, wann immer Ihr Euer nächstes Album aufnehmen wollt, ruft mich an und vielleicht können wir zusammenkommen und was miteinander machen.«. Also fand er die Band wohl richtig gut.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Das war vor zwei, drei Jahren…</p>
<p><strong>Tim </strong><em>(lacht)</em><strong>:</strong><em> </em> Ja, das war dann doch schon ne ganze Weile her. Letztes Jahr kamen wir dann dazu, das neue Album aufzunehmen, und irgendwie hat es sich dann doch ergeben, dass wir ihn angerufen haben und gefragt: »Chris, gilt das Angebot noch?« Und er meinte »Ja, liebend gerne!«… und der Rest ist Geschichte. Und jetzt planen wir ein zweites Album mit ihm, so für den Herbst nächsten Jahres.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Inwiefern hat sich durch die Zusammenarbeit mit Chris Euer üblicher Aufnahme- bzw. Produktionsprozess verändert? Oder gab es da gar keine so großen Veränderungen?</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Es hat sich nichts verändert.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Es hat sich sehr stark verändert…</p>
<p><strong>Kurtis </strong><em>(lacht)</em><strong>:</strong> …</p>
<p><strong>Tim:</strong> …was »Produktion« angeht.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Also, was ich sagen wollte: Die Art, wie wir aufnehmen, hat sich nicht groß verändert.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, wir haben eigentlich in derselben Art und Weise wie bisher aufgenommen, aber es gab eine gewisse Routine… alles war einfach professioneller.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Er hat uns viel mehr angetrieben, er hat so viel mehr aus uns herausgeholt. Wir haben morgens um zehn angefangen und erst so gegen zwei, drei Uhr morgens ging&#8217;s dann so langsam in&#8217;s Bett.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Chris hat uns angetrieben, uns »bearbeitet« und er hat den Sound produziert – ohne ihn zu zerstören. Und ohne uns zu »zerstören«. Aber er half uns zu erkennen, dass da mehr dahintersteckt – hinter dem, was wir geschrieben haben, mehr als wir selbst wussten, weil er einfach den größeren Überblick hatte, über das »große Ganze«. Und das ist ja der Grund, warum man einen Produzenten hat, das ist der springende Punkt.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Die hören es, bevor Du es selbst hörst.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, sie kennen das Endergebnis schon, bevor Du es selber kennst. Deswegen arbeitet man ja mit diesen Jungs, weil sie Erfahrung und Wissen mit ins Studio bringen.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Er war das vierte Bandmitglied.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Genau, für diese Zeit ist er ein viertes Bandmitglied.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Chris’ Arbeit hat sich ausgezahlt.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Und die ersten beiden Alben habt Ihr selbst produziert?</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ja.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Produziert ja.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Wir hatten jemanden, der sich um die Aufnahmen und so kümmerte, aber er hat nicht viel eingebracht was die Produktion angeht, das hatten wir so ziemlich allein in der Hand.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Es waren alles unsere eigenen Gedanken, im Grunde sind wir oft einfach auf was gekommen und sagten »oh, das funktioniert vielleicht, probieren wir’s aus«.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Und das neue Album kommt dann also im Herbst nächsten Jahres?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja. Also, das ist der Plan. Die Chancen stehen gerade sehr gut, dass wir nächstes Jahr eine neue Live-DVD von unserer Spanien-Tour rausbringen und auch eine Live-CD, worauf die Leute ziemlich heiß sind. Und natürlich hält das für uns den Ball am Laufen.</p>
<div id="attachment_2441" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-kurtis2.jpg"><img class="size-full wp-image-2441" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-kurtis2.jpg?w=600&#038;h=363" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="363" /></a><p class="wp-caption-text">Das neue Album kommt im Herbst 2011: Kurtis von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Ok, zum Abschluss möchte ich Euch noch fragen, was Ihr gerade so an neuer Musik hört <em>(alle lachen)</em></span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Nun, heute haben wir den ganzen Tag <em>The Who Live</em> angehört. Ist das neu? Ich meine, immerhin war es eine neue Tour… <em>(alle lachen)</em></p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Gut, sagen wir es so: Gibt es neue Acts, die Ihr als »heiß« bezeichnen würdet? Die Ihr gut findet?</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Wolfmother natürlich, wie schon gesagt… Kula Shaker, die sehr besonders waren, als sie vor zehn Jahren…</p>
<p><strong>Kurtis </strong><em>(lacht)</em><strong>:</strong><em> </em> Na, das ist nicht wirklich neu, oder?</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, ok…</p>
<p><strong>Tim:</strong> 22-20s…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Stimmt, 22-20s!</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Haben Kula Shaker sich nicht aufgelöst?</span></p>
<p><strong>Tim:</strong> Nein, nein, die spielen immer noch!</p>
<p><strong>Jason:</strong> Kula Shaker sind wieder zusammen, touren immer noch, aber die nehmen’s jetzt echt sehr locker und haben sich viel mehr in Richtung Psychedelic bewegt. Vor nicht allzu langer Zeit haben sie ein gutes Album rausgebracht, <em>Strangefolk</em>,  so vor zwei, drei Jahren. Ein sehr gutes Album… ach so, ja, die 22-20s, eine weitere ziemliche Underground-Band in UK, keine Ahnung, ob Du schon jemals von denen gehört hast…</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Nein…</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Die sind auch so eine Art Power-Trio, drei Mann auf der Bühne, gute Riffs, rocken einfach. Die sind eine weitere tolle Band. Wen gibt&#8217;s noch… <em>(überlegt)</em>…</p>
<p><strong>Tim:</strong> Wir hören noch Rage (<em>Anm. d. Red.: Rage Against the Machine</em>)</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, die hören wir dauernd…</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Die sind aber auch nicht neu, das ist auch schon wieder 20 Jahre alt <em>(lacht)</em></p>
<p><strong>Tim:</strong> Ich denke, es ist schwierig in England Musik zu finden, mit der wir uns verbunden fühlen. Gut, es gibt viel Indie-Musik in England…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Wir mögen auch Kasabian z.B.…</p>
<p><strong>Tim:</strong> … aber das trifft uns nicht wirklich in&#8217;s Herz, da ist nicht wirklich viel für uns drin.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, Du hörst Dir Kasabian zwar an, aber das hinterlässt bei uns nicht so einen Eindruck wie »Oh wow, cool, wegen diesen Jungs wollten wir selbst eine Platte machen!«</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Also, für mich persönlich war es wirklich so: die letzte Band, die ich gehört hab und gedacht »Wow, das ist fantastisch!« waren Wolfmother mit ihrem ersten Album. Mir fällt danach keine weitere Band ein, die ich als wirklich inspirierend empfand.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Ja, das war seit vielen Jahren das erste Album, das ich gehört habe und wo ich jeden einzelnen Track mochte. Das war alles so frisch, neu, hat Dich einfach gepackt… klar, mich bzw. uns jetzt eben, das gilt ja nicht allgemein für jeden. Darüber hinaus… ich entdecke immer wieder auch Bands von gestern…doch, wirklich, Bands aus längst vergangenen Tagen. Zur Zeit hören wir echt viel The Who.</p>
<div id="attachment_2443" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live2.jpg"><img class="size-full wp-image-2443" title="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live2.jpg?w=600&#038;h=389" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010" width="600" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Hören derzeit viel The Who: The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten, Lauschsofa 2010</p></div>
<p><strong>Jason:</strong> Und Man! Wir hören gerade eine Band, die Man heißt <em>(lacht)</em>. Eine ziemlich undergroundige Progressive-Rockband aus Wales.</p>
<p><strong>Tim:</strong> Die sind so von 1972 rum…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Die haben immer wieder versucht, den Durchbruch zu schaffen, aber es ist ihnen nie gelungen. Ist nie passiert, und irgendwann ging&#8217;s dann halt »boom«. Aber trotzdem ist das tolle Musik.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> The Black Keys, das ist noch ne Band…</p>
<p><strong>Tim:</strong> The Raconteurs…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, The Raconteurs, eine andere großartige Band, fantastisch!</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ach stimmt, sorry, nicht Wolfmother, sondern The Raconteurs waren die letze Band, die ich gehört habe und dachte »Wow!«, deren letztes Album…</p>
<p><strong>Jason:</strong> <em>…Consolers Of The Lonely</em>…</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> <em>…Consolers of the Lonely</em>, ja, ein absolut unglaubliches Album! Jeder einzelne Song ist einfach fantastisch! Jack White an der Gitarre… eine wirklich tolle Band. Aber die gehen nicht auf Tour…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, da muss man schon echt viel Glück haben, die mal live zu erleben. Scott, unser Roadie, hat sie mal gesehen.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ich glaube, die haben sich nur zum Spaß zusammengetan, haben ein Album gemacht und das war&#8217;s. Aber das ist ne gute Band.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Jack White macht einem schon fast Angst, oder? Der macht einfach mal gutes Zeug hier, gutes Zeug da…</span></p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Oh ja…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Der Mann ist irre. Einfach irre.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Der muss so um die zehn verschiedene Bands haben… verrückt, oder?</p>
<p><strong>Jason:</strong> Sein nächstes Projekt ist The Dead Weather, mit Alison Mosshart, der Sängerin von The Kills, Jack White spielt dieses Mal Schlagzeug, singt auch, ein richtig seltsamer Gesangsstil… dann sind noch dabei der Bassist von The Raconteurs und der Rhythmus-Gitarrist, halt nein, nicht Brendan Benson, sondern… ich glaube, der von Queens Of The Stone Age. Also wieder eine große Mischung von Leuten…und es ist abgefahrene Musik! Ich hab sie übrigens live gesehen, total zufällig, beim Glastonbury-Festival, das war so ein Überraschungsauftritt… und die haben mich total umgehauen, mir das Hirn weggeblasen. Im wahrsten Sinn sogar, denn es war so verdammt laut <em>(lacht)</em>! Was ja gut ist, laut ist gut! Erinnerst Du Dich an The Datsuns, eine Band aus Australien?</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Hm, ja, ich erinnere mich dunkel an eine Band, die so hieß, aber ich komme gerade nicht auf einen speziellen Song…</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Die gingen so in Richtung Wolfmother, erschienen ein paar Jahre vor Wolfmother auf der Bildfläche. Die hab ich auch mal gesehen, einfach nur tolle Riffs, irre Songs… einer der Songs heißt »Like A Motherfucker From Hell«, man kann sich also schon vorstellen was da abgeht… Starke Band, wirklich toll. Die haben mir auch förmlich das Hirn rausgeblasen. Wer fällt mir noch ein… Jet, die waren so die Mainstream-Rockband, die ich richtig gut fand.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Mmm, nee… nicht wirklich</p>
<p><strong>Tim:</strong> Nee…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ich mochte das erste Album <em>Get Born </em>echt gern<em> </em>! Das stach echt heraus.</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> Ein bisschen zu… poppig.</p>
<p><strong>Jason:</strong> Ja, aber sie hatten immer noch den Rock mit drin, das mochte ich. Damit sind sie nochmal davongekommen, sie hatten immer noch Rock, Gitarren… und tolle Songs. Das mochte ich.</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Gut, ich würde auch sagen, das erste war gut, das zweite auch… aber das dritte… irgendwie wollte ich es nicht wirklich haben, weiß nicht…</span></p>
<p><strong>Jason:</strong> Es hat Dir nichts gegeben…</p>
<p><strong>Kurtis:</strong> War das das mit dem brennenden Van drauf?</p>
<p><strong>Tim:</strong> Das schwierige dritte Album…</p>
<p><strong>Jason:</strong> Nun, das zweite Album war auch kein so großer Erfolg für sie. Das erste, <em>Get Born</em>, war so ein Riesen-Erfolg, den konnten sie mit dem zweiten einfach nicht mehr erreichen. Das war echt schwer für sie. Aber in Australien sind sie immer noch Götter (lacht)</p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa: </strong>Also, Ihr habt das Problem mit dem schwierigen dritten Album ja bestens gelöst! Vielen Dank nochmal für Eure Zeit, ich freue mich schon auf den Gig nachher!</span><br />
<br /></br></p>
<p><span style="color:#008080;"><span style="color:#999999;"><em>Vielen herzlichen Dank auch an Reinhard Buchmann von JAZZHAUS BOOKING :-)</em></span></span></p>
<p><span style="color:#008080;"><span style="color:#999999;"><em><br />
</em></span></span></p>
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		<title>Familien-Brauerei Schmidt</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 10:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klassischer Hardrock aus dem Vereinten Königreich: The Brew und ihr aktuelles Album »A Million Dead Stars«. Von manchen britischen Medien, u.a. der BBC, bereits als »heißer Scheiß« und eines der besten britischen Trios der letzen 20 Jahre gefeiert, sollte man sich diese Ausnahmeband unbedingt zu Gemüte führen – statt dünner Ami-Plörre gibt's hier nämlich ein wahres Festtagsbräu.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2371&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/brewteaser2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2402" title="brewteaser2" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/brewteaser2.jpg?w=600&#038;h=50" alt="" width="600" height="50" /></a>Aus aktuellem Anlass wird es höchste Zeit mal endlich ein paar Worte über eine Band und ein Album zu verlieren, das schon gut das ganze Jahr auf meinem Redaktionstisch bzw. in meinem Player liegt: <em>A Million Dead Stars</em> von The Brew. Ein feines Süppchen, was uns diese britische Ausnahmeband da kredenzt…</p>
<p><span id="more-2371"></span><br />
Ja, schon wieder ein Skandal auf dem Lauschsofa – nämlich der, dass ich erst jetzt dazu komme, diese Scheibe mal vorzustellen. Denn irgendwie haben The Brew zumindest hierzulande trotz wachsender Fangemeinde den Geheimtipp-Status immer noch nicht verlassen. Und daran muss sich etwas ändern.</p>
<p>Wer mich kennt, weiß dass ich Neuem gegenüber stets sehr aufgeschlossen bin. Klar, sonst würde ich nicht hier auf dem Lauschsofa sitzen und meinen Senf zu neuen Scheiben abgeben, latürnich! ;-) Genauso »hänge« ich aber auch an alten Sachen, sei es alter Trödel oder auch scheinbar mittlerweile überkommene Formen menschlichen Umgangs miteinander, so dass ich mir manchmal schon fast vorkomme wie ein Ewiggestriger. Doch auch wenn in der heutigen Zeit manche Dinge für so manche(n) überholt scheinen – es lohnt sich durchaus, ab und an Dinge aus vergangenen Zeiten in die Gegenwart zu »retten«.</p>
<p>Das dachten sich wohl auch Jason Barwick, Tim Smith und Kurtis Smith, als sie sich 2004 zu einer Band namens The Brew zusammenschlossen (richtig vermutet, es handelt sich hier aber nicht nur um einen familiären Hausmusikkreis, sondern gar um ein generationenübergreifendes Projekt, denn Kurtis ist der Sohn von Tim). Band-»Papa« Tim Smith führt dazu auch ein Zitat an, dass es keine Zukunft ohne die Vergangenheit gäbe und sie sich bemühen, diese beiden Welten zusammenzubringen. Ich kann gleich mal sagen: es ist ihnen gelungen. Bei allem 60er- und 70er-Feeling ist <em>A Million Dead Stars</em> nämlich alles andere als ein altbacken klingendes Album oder eine dieser Scheiben, die mit Vinyl-Knistern und sonstigem Krempel auf Teufel komm raus auf der Retro-Welle mitschwimmen.</p>
<div id="attachment_2423" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live02.jpg"><img class="size-full wp-image-2423" title="thebrew-live02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live02.jpg?w=600&#038;h=283" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010" width="600" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">3 Männer, 2 Marshalltürme und los geht’s: The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010</p></div>
<p>Wer sich <em>A Million Dead Stars</em> in den Player legt, fühlt sich schon zurückversetzt in eine andere Zeit. Nämlich in die Hochzeit des britischen Blues- und Hardrocks der 60er und 70er Jahre. Latürnich kann es schon sein, dass man das ein oder andere so oder so ähnlich schon bei Cream, Yardbirds, Blind Faith, Humble Pie oder auch AC/DC und wie sie alle heißen gehört hat – aber The Brew sind mit einer derartigen Überzeugung und Leidenschaft am Werk, dass man hier wirklich die Ohren mit einer frischen Brise durchgeblasen bekommt. Das ist Musik für Männer und solche, die es werden wollen! ;-)</p>
<p>Zünftig wird das Fass gleich angestochen: <em>A Million Dead Stars</em> startet (wie auch der Vorgänger <em>The Joker</em>) mit einem Kracher. Ein treibendes Gitarrenriff, das sich sofort ins Ohr gräbt, unweigerlich fängt man sofort an mitzugrooven – und im Chorus auch mitzugrölen. Denn der Chorus des Openers »Every Gig Has A Neighbour« macht gleich eine klare Ansage, was das Programm ist: »Turn it up! Play it loud!« Auch der Folgetrack »Surrender It All« hat ein extrem eingängiges Riff und lebt v.a. vom Gegensatz der unglaublichen Coolness im Verse zu der »flirrenden Hitze« im Chorus – die in einem fulminanten Wah-Solo den Siedepunkt erreicht. Ähnliches gilt für »A Change In The Air«.</p>
<p>Doch finden sich auf <em>A Million Dead Stars</em> auch ruhigerer Töne, ab und an wird die Akustikgitarre ausgepackt. Und so kommen bei Songs wie »Mav The Rave«, »Monkey Train« und »The Joker Reprise« Erinnerungen anderer Art in den Sinn: das sind Songs, die man ohne Weiteres in Woodstock oder einer Rockoper von The Who vermuten könnte bzw. die die lyrisch-akustischen Momente von Page und Plant wiederaufleben lassen. Auch der mit achteinhalb Minuten längste Song der Scheibe, »KAM«, reanimiert diese Intensität des bleiernen Luftschiffes, die bei dem Instrumentaltrack »A Smile To Lift The Doubt« einen Höhepunkt erreicht – nicht nur, weil Jason Barwick hier wie einst Page den Geigenbogen auspackt. <em>A Million Dead Stars</em> ist übrigens auch sein Debut als Leadvocalist: eine Rolle, die er bestens ausfüllt. Zwar ist Tim Smith beileibe kein schlechter Sänger, doch Barwicks Stimme hat mehr Druck, mehr Rotzigkeit und auch mehr Wiedererkennungswert.</p>
<div id="attachment_2424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live04.jpg"><img class="size-full wp-image-2424" title="thebrew-live04" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live04.jpg?w=600&#038;h=491" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010" width="600" height="491" /></a><p class="wp-caption-text">Lassen die lyrischen Momente von Page und Plant wieder auferstehen: The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010</p></div>
<p>Apropos achteinhalb Minuten: The Brew sind generell eine Band, die sich nicht nach Diktaten des (deutschen) Formatradios oder abstrusen (aber oft wohl auch leider zwangsläufigen) Empfehlungen von A&amp;Rs richten, sondern den Songs auch mal Zeit geben sich zu entwickeln. Mal ehrlich, schon vor Jahren sagte mir ein A&amp;R, dass ich einen Song so umschreiben soll, dass nach ca. 40 Sek. der Chorus einsetzt. Klar, die alte Regel »don&#8217;t bore us, get to the chorus« kenne ich latürnich auch – aber den will ich sehen, der das überzeugend bei einer Ballade im Bereich 70-80 BPM schafft… ich schweife ab. The Brew jedenfalls scheren sich nicht darum und lassen ihre Songs auch erst mal richtig gären. Bestes Beispiel hierfür ist »Just Another Night« mit einem langen, sehr atmosphärischen und spannungsgeladenen Intro, wo wirklich jeder Ton wohldosiert ist und an seinem Platz sitzt. Erst nach knappen anderthalb Minuten setzt dann ein Groove nach australischem Reinheitsgebot ein mit einem Feeling, wie es das »Schweizer Uhrwerk des Rock« Malcolm Young nicht besser bringen könnte. Klingt vielleicht komisch, ist aber so: das rockt einfach ohne Ende, Punkt. Gleiches gilt für den Titeltrack »A Million Dead Stars«: hier setzt der Gesang erst nach knapp drei Minuten ein, denn auf das Intro folgt erstmal ein Instrumentalteil mit Gitarrensolo. Und kommt zwar nirgends auf diesem Album überhaupt nur der Anflug einer Assoziation »Brauereigaul« auf, so wünscht man sich doch spätestens beim ersten Ton von »Wrong Tunes« einen Mustang unter dem Hintern – und zwar am besten in der Shelby-Version. Wenn das kein Song für die Viertelmeile ist, dann weiß ich auch nicht: ein Groove wie die Ventilstößel eines V8-Big Block mit durchgedrücktem Gaspedal und ein Riff, das mindestens so cool ist wie Steve McQueen.</p>
<p><a title="Eierlegende Wolfmilchsau" href="http://lauschsofa.wordpress.com/2009/12/10/eierlegende-wolfmilchsau/" target="_blank">Wie Jule in ihrer Rezension zu Wolfmother&#8217;s <em>Cosmic Egg</em></a> vor gut einem Jahr anmerkte, hatte ich ja so meine Probleme mit dem zweiten Wurf der Wolfesmutter. Als großer Fan des Debut-Albums <em>Wolfmother</em> der Aussie-Rocker, das meiner Meinung nach auch zu Recht Grammy-prämiert wurde, komme ich nicht umhin zu sagen, dass man dem zweiten Album deutlich anhört dass zwei Drittel des Original-Lineups verlustig gegangen sind. Für sich genommen beileibe keine schlechte Scheibe – doch schmerzlich vermisste ich bei <em>Cosmic Egg</em> diese rauhe, ungeschliffene, ungestüme Wildheit des Vorgängers.</p>
<p>Und warum rede ich in einer The Brew-Rezension eigentlich über Wolfmother? Nun, nicht etwa weil sich mit »Break Free« auf ihrem zweiten Album <em>The Joker</em> ein Track befindet, der anfangs seeehr an »The Joker And The Thief« erinnert – was in sich latürnich eine grandiose Komik birgt ;-). Nein, der Grund ist schlicht der, dass ich beim ersten Hören des aktuellen Albums <em>A Million Dead Stars</em> genau das gefunden habe, was mir bei <em>Cosmic Egg</em> so sehr gefehlt hat: diese oben erwähnte Leidenschaft und Wildheit der ersten Wolfmother-Scheibe. Keine Frage, dass ich mir nach dieser Offenbarung auch die ersten beiden Alben von The Brew besorgt habe…</p>
<div id="attachment_2428" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live01.jpg"><img class="size-full wp-image-2428" title="thebrew-live01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live01.jpg?w=600&#038;h=340" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010" width="600" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Zu spät geboren, um Woodstock live zu erleben? Eine gute Portion davon gibt es live bei The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010</p></div>
<p>Was mir im Vergleich zum Vorgängerwerk <em>The Joker</em> auffiel, ist die Tatsache dass <em>A Million Dead Stars</em> sich nicht wahnsinnig von diesem unterscheidet – was in diesem Fall äußerst positiv gemeint ist! Denn nicht selten mündete die Einbeziehung eines namhaften Produzenten ja in Alben, die die ursprüngliche Identität einer Band bzw. eines Künstlers doch irgendwie verwässert haben und so zum Teil vermissen ließen. Nicht so bei <em>A Million Dead Stars</em>: die Linie, die mit <em>The Joker</em> im Vergleich zum Debut <em>The Brew</em> eingeschlagen wurde – <em>The Brew</em> würde ich eher noch als Bluesrock-Abum bezeichnen, wogegen man auf <em>The Joker</em> schon mehr in Richtung Hardrock marschierte – wird hier konsequent fortgeführt und allenfalls verfeinert. Chris West, der schon Bands wie Uriah Heep, Status Quo, The Verve und deren Frontmann Richard Ashcroft betreute, hat hier viel Gespür bewiesen und es geschafft, schlicht die Energie, Kraft und v.a. die Identität von The Brew auf Band, bzw. Platte zu bannen.</p>
<p>Und diese Energie ist gewaltig – davon konnte ich mich neulich im Wege des hemmungslosen Selbstversuchs im Sudhaus in Tübingen überzeugen. Sobald die Vorankündigung kam, stand für mich fest dass ich mir diese Band live unbedingt ansehen muss. Was mich überraschte, war, dass ich der einzige im Publikum war, der das Paisley-Hemd aus dem Schrank genommen hatte – so was! Hat man doch selten Gelegenheit dazu, das »ungestraft« zu tragen ;-) Dennoch wurde im Verlauf des Abends deutlich, dass hier weniger Musikerpolizei oder Laufpublikum, sondern vielmehr echte Fans zugegen waren. So ergriff das Publikum gerne die Initiative, z.B. als bei »A Million Dead Stars« Jason Barwick nach seinem Solo Probleme mit seinem Effektboard hatte und keinen Ton mehr aus dem Equipment brachte: nachdem Smith Jr. und Sr. ein paar Mal ihren Turnaround gespielt hatten und Barwick immer noch mit dem Roadie am Schrauben war, fing das Publikum fast komplett gleichzeitig an, wieder den Chorus zu singen. So lange in (Warte-)Schleife, bis Barwick wieder »online« war. Großartig!</p>
<div id="attachment_2426" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live05.jpg"><img class="size-full wp-image-2426" title="thebrew-live05" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live05.jpg?w=600&#038;h=450" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Weiß, was er kann und hält vieles zusammen: Tim Smith von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010</p></div>
<p>Wer sich immer grämte, zu spät geboren worden zu sein um Bands wie Led Zeppelin oder Hendrix live gesehen zu haben, der sollte sich schleunigst auf ein Konzert von The Brew begeben, diese Band macht live mehr als nur ein Fass auf. Die Vergleiche, die von der Musikpresse schon gezogen wurden, sind nicht aus der Luft gegriffen: Kurtis Smith bearbeitet das Drumset wahrlich wie ein Gewitter, dass man manches mal Bonzo wiederauferstanden glaubt. Auch Erinnerungen an einen weiteren legendären Drummer werden wach: The Animal aus der Muppet-Show ;-) Nicht allein wegen seines wilden Spiels, sondern auch wegen seines Humors, den er immer wieder deutlich aufblitzen lässt (wie übrigens die gesamte Band). Ein 10-15-minütiges Drumsolo verschaffte den beiden anderen Bandmitgliedern eine Verschnaufpause, die sich Kurtis Smith allerdings überhaupt nicht gönnte: Egal ob mit Sticks oder den bloßen Händen – dem Drumset wird einiges abverlangt. Auf das Anzünden der Becken zum Ende des Solos wurde allerdings verzichtet – gut, es war schließlich der erste Gig der Tour und nicht der letzte. Jedoch glaube ich bei dem Spiel von Kurtis, dass er pro Tour mindestens einen Satz Becken verrockt ;-) Sein Vater Tim Smith am Bass erfüllt seine Rolle ebenfalls bestens:  er liefert das unerschütterliche Groovefundament und hält in gewisser Weise auch durch sein Charisma die ganze Sache zusammen und den Braukessel auf konstanter Siedetemperatur. Zwar tritt er ab und zu nicht nur zu Ansagen, sondern auch für Leadvocals ans Mikro, jedoch hält er sich die meiste Zeit mehr im Hintergrund und lässt den beiden jungen Talenten in der Band genügend Raum sich zu entfalten. Die ungewöhnliche Altersstruktur in der Band scheint mir insofern auch ein großes Plus zu sein: Tim Smith wirkt wie einer, der sich und der Welt nichts mehr beweisen muss, sondern der genau weiß was er kann und v.a. wann er wie viel davon anbringen muss.</p>
<p>Und dann ist da ja noch der jüngste im Bunde, Jason Barwick. Mancher Hardcore-Rockenthusiast mag es vielleicht als Frevel empfinden, dass man ihn des Öfteren mit Jimi Hendrix vergleicht – doch muss man dazu auch sagen, dass der Legendenstatus und das Genie von Hendrix zum Großteil ja darin begründet liegt, dass er der erste war, der einer Gitarre derartige Töne wie die seinen entlockte. Was das technische Können und v.a. auch den künstlerischen Ausdruck von Barwicks Spiel angeht, so kann man den Vergleich meiner Meinung nach problemlos ziehen – was er nicht nur bei den beiden Hendrix-Coverversionen (»Little Wing« und »Voodoo Chile«) an diesem Abend eindrucksvoll bewiesen hat. Wie auf dem Album packte er auch live mal den Geigenbogen aus, um seine sechs Saiten damit zu bearbeiten. Sicher, auch das hat vor ihm nicht nur Jimmy Page schon gemacht, aber was zählt ist ja das jetzige Ergebnis. Und das überzeugt. Hier könnte sich der etwas zahnlose »Sägezahn…äh…-tiger?« David Garrett mal angucken, wie das wirklich geht mit einem Geigenbogen zu rocken. Jason Barwick hat ihn, den Biss. Cool ist man eben oder man ist es nicht – The Brew sind es. Gepost wird bei The Brew latürnich auch ohne Ende. Allerdings nicht vordergründig, sondern völlig selbstverständlich, »aus der Sache heraus« und schlicht echt. Sie sind die Show, die sie machen.</p>
<p>The Brew klingen nicht wie eine Band, die lediglich einen Aufguss alter Zeiten bringt oder sich an ein Vintage-Stil-Revival hängt. Ohne Witz – diese Band klingt als hätte sie diesen Stil (mit-)erfunden. Nach einem zweistündigen Programm und zwei Zugabeblöcken ging ein beeindruckender Tourauftakt zu Ende. Es macht schlicht und einfach Freude, Musiker mit so viel Spaß spielen zu sehen.</p>
<div id="attachment_2427" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live03.jpg"><img class="size-full wp-image-2427" title="thebrew-live03" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/thebrew-live03.jpg?w=600&#038;h=451" alt="The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010" width="600" height="451" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur die Posen stimmen, Hendrix hätte seine Freude gehabt: Jason Barwick von The Brew live im Sudhaus, Tübingen © Thorsten vom Lauschsofa, 2010</p></div>
<p>Und von noch etwas konnte ich mich höchstpersönlich überzeugen: nämlich dass Jason, Kurtis und Tim unglaublich entspannt, locker, freundlich und humorvoll sind. Das sind sprichwörtlich die Jungs, mit denen man sehr gerne ein Bier trinken geht. Oder zwei. Oder drei. Weil man mit ihnen auch sehr enthusiastisch über Musik reden kann. So geschehen beim sehr ausführlichen »Exklusiv-Interview«, das sie mir vor dem Gig gegeben haben und das man <a title="»The money is here, the women are here, the beer is here…«" href="http://wp.me/pz71o-Ch" target="_blank">hier</a> lesen kann.</p>
<p>Ist das, was The Brew machen innovativ? Nö. Muss es das sein? Nö, muss es nicht! Wer unbedingt Innovatives (was immer das in der heutigen Zeit auch noch heißen mag) sucht, sollte woanders weitersuchen. Wer aber manchmal den musikalischen 60ern/70ern und v.a. ihrem »Spirit« nachtrauert, den zwanzigsten (wenn vielleicht auch guten) Aufguss von Garage-Beat-Indie-Britpop aber nicht mehr hören kann, sondern (Doppel-)Bock auf Rock hat von Musikern, die mit Leidenschaft und exzellentem Können am Werk sind – der kommt an The Brew nicht vorbei. Denn es gibt meiner Meinung nach derzeit keine andere Band, die klassischen (britischen) Hardrock mit Blueseinschlag derart authentisch spielt, ohne eine bloße Kopie alter Haudegen zu sein. Alter Geist in frischem Gewand ist das, was sich hier zusammengebraut hat, und The Brew servieren dieses Gebräu wie gesagt so als hätte man diesen Stil jetzt erfunden.</p>
<p>Mir ist es ein absolutes Rätsel, dass diese Band von den Medien hierzulande noch derart stiefmütterlich behandelt oder gar mit Nichtachtung gestraft wird. Denn weder bei Motor, Laut oder Tonspion findet sich etwas zu The Brew. Und auch die Eclipsed scheint sich über dieses Thema nur in Kürze ausgelassen zu haben – hier sollte die Presseabteilung vom Jazzhaus doch noch ein paar Schippen Maische nachlegen und den PR-Braukessel ein paar Grad höher drehen. Umso bemerkenswerter ist es, dass es The Brew geschafft haben, sich eine bereits große und stetig wachsende Fangemeinschaft in Deutschland aufzubauen. Ganz klassisch im Schweiße ihres Angesichts durch Live-Auftritte in Clubs und auf Festivals. Der Auftritt beim Rockpalast (Link s.u.) ist somit auch in diese Kategorie zu zählen – ein glücklicher Zufall, da The Brew zu dieser Ehre kamen, weil Headliner Joe Bonamassa sich vom WDR partout nicht filmen lassen wollte. Ja, manchmal hat man eben auch einfach Glück!</p>
<p>Von manchen britischen Medien dagegen, u.a. der BBC, bereits als »heißer Scheiß« und eines der besten britischen Trios der letzen 20 Jahre gefeiert, sollte man sich diese Ausnahmeband also unbedingt zu Gemüte führen – statt dünner Ami-Plörre gibt&#8217;s hier nämlich ein wahres Festtagsbräu. Also: »Turn it up! Play it loud!«</p>
<p>The Brew <a title="The Brew Official Website" href="www.the-brew.net" target="_blank">im Web</a><br />
…<a title="The Brew Official Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/The-Brew/36669392940#!/pages/The-Brew/36669392940?v=wall" target="_blank">bei Facebook</a><br />
…<a title="The Brew Official MySpace" href="http://www.myspace.com/thebrewinfo" target="_blank">bei MySpace</a></p>
<p><a title="WDR Rockpalast – The Brew live @Tanzbrunnen, Köln" href="http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/videos/2009/0725/the_brew.jsp" target="_blank">WDR Rockpalast – The Brew live @Tanzbrunnen, Köln</a></p>
<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/deadstars_cover_store1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2409" style="margin-left:0;margin-right:10px;" title="deadstars_cover_store" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/12/deadstars_cover_store1.jpg?w=200&#038;h=200" alt="" width="200" height="200" /></a> The Brew – <em>A Million Dead Stars</em></p>
<p>VÖ: 20.01.2010 Jazzhaus Records (in-akustik)<br />
<br /></br><br />
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<br /></br><br />
<br /></br></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/hausmusik/'>Hausmusik</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/rocking-chair/'>Rocking Chair</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2371/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2371&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Musikalischer Doppelagent</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lauschsofa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[James Blunt]]></category>
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		<category><![CDATA[Rosamunde Pilcher]]></category>
		<category><![CDATA[Train]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele werden sich schon gefragt haben, wo James Blunt so lange war und was er gemacht hat – das Lauschsofa ist einer sensationellen Enthüllung auf der Spur…<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2328&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2355" title="teaser" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser1.jpg?w=600&#038;h=50" alt="© jamesblunt.de, Warner Music Group Central Europe" width="600" height="50" /></a>Seit einer Woche ist es soweit. Jetzt ist da, worauf wir alle…äh…»gewartet« haben. Oder so. Nämlich das neue Album von Blunt, James Blunt.</p>
<p><span id="more-2328"></span>Viele werden sich schon gefragt haben, wo James Blunt so lange war und was er gemacht hat – das Lauschsofa ist durch glückliche Zufälle auf geheime Unterlagen der GEMA gestoßen (Quellen dürfen wir leider nicht nennen). Uns wurden diese Dokumente am Donnerstag gegen 11:11 Uhr zugespielt und wir glauben, wir sind da was ganz Großem auf der Spur. Denn James Blunt liegt nicht etwa auf der faulen Haut – nein, er war sogar regelmäßig im deutschen Fernsehen zu besichtigen!</p>
<p>Denn wenn er mal keine Platten macht oder das Formatradio verstopft, dann setzt er sich seinen blonden Helm aus alten Söldnerzeiten auf und frönt unter dem Pseudonym »Maxi Arland« seiner heimlichen Leidenschaft: dem deutschen Schlager und der volkstümlichen Musik. Mehrmals im Jahr moderierte unter diesem Pseudonym im Ersten Deutschen Fernsehen so erfolgreiche Sendungen wie »Melodien der Schmer…äh…Herzen« oder den beliebten »Mutanten…äh…Musikantendampfer«.</p>
<p>Dass wir das nicht schon viel früher bemerkt haben – denn im Grunde bedient die »singende Rosamunde Pilcher« (wie Thomas M. Stein einst so treffend sagte) damit ja eigentlich fast dasselbe Publikum…</p>
<p>Hier der Beweis:</p>
<div id="attachment_2347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/bild_a.jpg"><img class="size-full wp-image-2347" title="bild_a" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/bild_a.jpg?w=600&#038;h=345" alt="" width="600" height="345" /></a><p class="wp-caption-text">Auf Dauer hält man es an Bord der Heulboje in tristem Grau nicht aus – also geht&#039;s zum Ausgleich ab auf den sonnigen Dampfer (Bild links © jamesblunt.de/Warner Music Group Central Europe – Bild rechts © maxiarland.de/milian media GmbH)</p></div>
<p>Ein weiterer Coup von Blunt, James Blunt ist den inoffiziellen Quellen  nach der sogenannte »Chartfart«. Man will versuchen, mit aktuellen  Singleauskopplungen möglichst nah an Hits der letzten 8 Wochen zu  bleiben, um eine ähnliche Chartplatzierung zu erreichen. Ohne dass es  das Publikum bemerkt. Derzeit befindet sich das Projekt in der Testphase  mit »Stay the Night« und »Hey Soul Sister« von Train ;-)</p>
<p><em>Photo Header © jamesblunt.de/Warner Music Group Central Europe</em></p>
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		<title>Keine Dummchen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 18:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Underground]]></category>
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		<description><![CDATA[Die allüberall gehypten Warpaint legen mit The Fool tatsächlich ein vielschichtiges Debut hin, dass an die besten New-Wave Zeiten von The Cure &#38; Co erinnert. The Fool ist psychedelisch- zerbrechlich und klingt so gar nicht nach Rrriot. <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2335&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-teaser.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2337" title="warpaint-teaser" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-teaser.jpg?w=600&#038;h=50" alt="warpaint teaser" width="600" height="50" /></a></p>
<p>Wer bei dem Bandnamen Warpaint an eine Rrriot-Girlgroup denkt: weit gefehlt. Die Damen aus L.A., die derzeit als Underground-Königinnen durch die Presse geistern, sind zwar alles andere als angepasst, aber haben mich mit ihren psychedelisch-zerbrechlichen Kompositionen auf <em>The Fool </em>erstaunt.</p>
<p><span id="more-2335"></span></p>
<p>Selten habe ich eine so schnelle Download-Entscheidung getroffen wie bei dieser Band, ein kurzes Reinhören reichte völlig aus, um zu wissen: davon will ich mehr und länger bitte. Beim Surfen durch Zufall bei NME auf die Band <a title="Warpaint bei NME" href="http://www.nme.com/reviews/warpaint/11660" target="_blank">gestoßen</a>, hatte ich bei weiteren Pressefotos und dem kurzen Überfliegen einiger Textpassaagen eher eine ungestüme, wilde Girlsband erwartet, ganz in der Tradition von Juliette &amp; the Licks oder den Damenbands, die Thorsten <a title="Live-Review Pintandwefall" href="http://lauschsofa.wordpress.com/2010/10/18/suomi-sashimi-casio/" target="_blank">jüngst</a> live erlebt hatte. Selbst bei dem eher hippielastigen Outfit des Quartettes. Da wurde ich noch viel schneller hellhörig, als ich die ersten Klänge aus den Boxen vernahm. Eine Band, die so selbstbewusst fragil klingt und dazu nur aus Frauen besteht, habe ich selten erlebt. Dazu noch in einem Genre, dass ich persönlich nur aus Männerkehle hörbar fand. Ja, Schande über mich, dass ich den New Wave-Zug damals eher verpasst habe und mir nicht mehr im Ohr geblieben ist als The Cure, Depeche Mode oder Joy Division. Weitere 80iger-Reminiszensen sind vielleicht im schwebenden Sound von Dead Can Dance, der damaligen Shoegaze-Fraktion oder den Gitarrenklängen von U2 zu finden – und man kann getrost auf die psychedelischen Momente der 60iger und 70iger verweisen. Dennoch klingen die Hippieladies aus L.A. nicht wie eine Endlosschleife von »Boys Don’t Cry« – wie vielleicht andere Bands, die sich gerne im Post-Punk-New-Wave-Revival platzieren würden.</p>
<div id="attachment_2338" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-01.jpg"><img class="size-full wp-image-2338" title="warpaint-01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-01.jpg?w=600&#038;h=404" alt="Warpaint" width="600" height="404" /></a><p class="wp-caption-text">Sieht aus wie Hippiefolk, ist aber keiner: Warpaint sind derzeit in sämtlichen Musikgazetten vertreten und werden als Undergroundköniginnen gefeiert. (Foto: Warpaint / Mia Kirby)</p></div>
<p>Warpaint klingen wie der Blick in eine aufgeräumte Unterwassergarage, wie ein weichgezeichneter Flug durch Sommerhippiewiesen (das Video zu »Undertow« hätte nicht passender sein können, siehe <a title="Videos bei Youtube zu aktuellen Artikeln" href="http://www.youtube.com/lauschsofa" target="_blank">Lauschsofa-Kanal</a>) und zugleich wieder düster wie die herannahende Winterdepression. Vielschichtig ist der unverbrauchte Sound vermutlich jedoch nicht auf Anhieb für jeden. Zwischendurch erinnern die Songs auch eher an einen ausgeprägten Jam im verkifften Proberaum. Und das sagt die Band sogar selbst über ihr Debütalbum (Sängerin Emily Kokal hat gegenüber NME <a title="Warpaint bei NME" href="http://www.nme.com/news/warpaint/53422" target="_blank">erwähnt</a> »Yeah, we definitely recommend listening to the new album after smoking. It’s the best«). Neben einem häufig mehrstimmigen Gesang, der angenehm blubbernd und mit viel Hall versehen eher an meerstimmige Meerjungfrauen denn an <a title="Warpaint bei laut.de" href="http://www.laut.de/Warpaint/The-Fool-(Album)" target="_blank">Feen</a> erinnert, sind die Songs geprägt von Gitarren, ob akustisch oder elektrisch.</p>
<p>Mit »Set Your Arms Down« beginnt <em>The Fool </em>im glänzenden Gewand der psychedelischen Sechziger, sphärisch mit sicherlich der höchsten Jam-Punktzahl des gesamten Albums ab etwa der Hälfte des Fünf-Minuten-Songs. Den Sound der The Cure-Gitarren nimmt man auch gleich mit in »Warpaint«, allerdings deutlich shoegaziger und mit den ersten feinen elektronischen Finessen, die sich durch das gesamte Album ziehen. Der Gesang klingt glücklicherweise so gar nicht amerikanisch, die Ebenen werden gekonnt übereinander geschichtet, bleiben dicht obwohl sie so zerbrechlich und klar klingen. Bei »Undertow« fühlte ich mich kurz an eines meiner letztlich erworbenen Alben von Hanne Hukkelberg erinnert, mit der ich ja zunächst so einige Probleme hatte. Hätte es auf Anhieb so geklungen wie »Undertow« wär’s vielleicht schneller gegangen. Wieder mal ein Beweis, dass ich für die einfachen Rezepte der Musik wohl schneller zugänglich bin. Aber warum einen aufwändigen Eintopf zubereiten und mehrere Stunden warten, wenn man Hunger hat und gleich eine Portion Nudeln mit Pesto essen kann? Aber natürlich muss auch dieses Essen perfekt schmecken – Warpaint beherrschen ihr Handwerk, insbesondere die Arbeit von Jenny Lee Lindberg an ihrem legendären Rockenbecker-Bass hat mich restlos überzeugt. Mit elektronischen Klängen, einem erneut wavelastigen Bass und Gitarren, die so klingen als hätte Paul „Porl“ Stephen Thompson sie heute programmiert, schwebt man mit »Bees« deutlich im Underground. Allerdings deutlich ausgedehnter als vielleicht gewohnt. Denn oh Wunder: keines der Stücke ist unter vier Minuten, der Großteil tendiert eher gegen fünf. Das wäre mir ohne den Blick auf die Zeitleiste wirklich nicht aufgefallen. Stichwort Gitarreneffekt: seit »Shadows« weiß ich endlich, wozu dieser extreme Chorus-Waber-Effekt wirklich gut ist. Sehr cool ist die Kombination bei »Composure« zwischen Kinderchor, treibendem Bassbeat und Gitarre im klassischen, allerdings zurückgedrehten U2-Delay-Stil. Und dann folgt noch als Überraschung ein durch den Effektfilter geknalltes Drumset. Ein Ende wie ein ausgebrannter Joint bietet der Song außerdem. Mit »Baby« begibt man sich auf <em>The Fool </em>in ein akustisch-folkiges Millieu, ein Hauch von Heather Nova und PJ Harvey am Lagerfeuer liegt hier in der Luft, Gesang in Endlosschleife, der angenehm einlullt. Endlich mal ein Song, bei dem man auch versteht was gesungen wird. Dafür gibt es leider einen kleinen Abzug, dem Download war kein digitales Booklet beigelegt, Texte stehen auf der Website leider auch nicht zur Verfügung. Der tiefere Sinn blieb mir also verwehrt, weshalb er auch keine weitere Berücksichtigung erfährt (Pitchfork <a title="Warpaint-The Fool bei Pitchfork" href="http://pitchfork.com/reviews/albums/14801-the-fool/" target="_blank">befand</a>, dass die Texte vielleicht ein wenig zu gleichgültig rüberkämen).</p>
<div id="attachment_2339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2339" title="warpaint-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-02.jpg?w=600&#038;h=398" alt="Warpaint" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Unglaublich interessant oder unfassbar langweilig? Die Girlband aus L.A. ist alles andere als eine klassische Mädchenband und kann vor allem ihre Instrumente bedienen. Ob ihr daran Gefallen findet, müsst ihr aber selbst entscheiden ;) (Foto Warpaint / Mia Kirby)</p></div>
<p>Auffällig, dass die Reihenfolge der Songs gerade nach mehrmaligem Anhören wirklich perfekt gewählt ist. Wenngleich keine Titel auf dem Album zu finden sind, die sofort im Ohr bleiben, so ist <em>The Fool</em> doch unglaublich rund und stimmig. Mit ein paar kleinen Widerhaken hier und da, die für mich auch den Unterschied zwischen <a title="Konzertkritik bei welt.de zu Warpaint" href="http://www.welt.de/kultur/musik/article10709327/Nein-wir-sind-keine-Maedchenband-Warpaint-live.html" target="_blank">»unglaublich interessant und unfassbar langweilig«</a> machen. Kleine elektronische Spielereien, ungewöhnliche Harmoniefolgen gerade bei Songs wie »Majesty«, bei dem die Gitarre erst poprockige Rhythmen und Töne bringt und sich vor allem zum Schluss in fast unhörbare Harmoniekombinationen verstrickt. Der Gesang agiert gerne konträr dazu; Warpaint stellen immer wieder das Gleichgewicht zwischen altbekannt/harmonisch glatt und modern/progressiv her. Der Beat der Songs ist zwischen Postrock und Indie anzusiedeln, nicht aufdringlich aber immer auf den Punkt und ebenfalls mit kleineren, effektvollen Überraschungsmomenten. »Lissie’s Heart Murmur« schließt das Debütalbum, das die Band ganze sechs Jahre nach der Gründung am Valentinstag 2004 vorlegt,  mit sanft-scheppernden Klavierklängen anstelle einer Gitarre, schwebend und schwer zugleich wie der sich zurückziehende Nebel eines ver<del>kifft</del>qualmten Proberaums.</p>
<div id="attachment_2340" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-03.jpg"><img class="size-full wp-image-2340" title="warpaint-03" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-03.jpg?w=600&#038;h=352" alt="warpaint" width="600" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Schwarz-weiß ist hier nur das Foto: Trotz melancholisch-düsterer Stimmung ist das Debüt von Warpaint deutlich vielschichtiger als reiner New Wave. (Foto Warpaint / Mia Kirby)</p></div>
<p>Schon wenige Tage oder Stunden nachdem ich Warpaint nun für mich entdeckt habe, plätschern die Meldungen über »Die Indie-Entdeckung des Jahres 2010«, »Platte der Woche« oder »<a title="Warpaint bei musikexpress" href="http://www.musikexpress.de/Platte_des_Monats_November__Warpaint.html" target="_blank">…des Monats</a>«, »Underground-Tipp« nur so herein. Ob das an der Nähe zur Filmszene in Hollywood (Heath Ledger war wohl großer Fan), an der ehemaligen Drummerin und nun Schauspielerin Shannyn Sossamon oder Red-Hot-Chili-Pepper-Gitarrero Josh Klinghoffer liegt…man weiß es nicht. Die Kritiker überschlagen sich und ich find’s trotzdem noch gut, dieses »very stoned«-Album. Mal schauen wie lange das noch kappt, Underground-Tipp zu bleiben und gleichzeitig als CD der Woche und mit großem Artikel bei <a title="Warpaint bei spiegel-online" href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,727959,00.html" target="_blank">Spiegel-Online</a> aufzutauchen. Der Sprung zwischen den beiden Aggregatzuständen Indie und Mainstream kann ja durchaus schneller gehen, als man das Debüt oder die CD, die zum Durchbruch geführt hat, zu Ende hören kann (siehe Gossip). Zumindest war ich leider so langsam, dass ich die Damen live nicht mehr erleben kann. Ihr hingegen habt die Möglichkeit, so ihr zu den glücklichen Menschen gehört, die entweder in Frankfurt am Main wohnen oder eine Karte für das <a title="Rolling Stone Weekender-Festival" href="http://www.rollingstone-weekender.de/" target="_blank">Rolling Stone Weekender</a>-Festival ihr eigen nennen (dort spielen im Übrigen auch The Gaslight Anthem, Biffy Clyro, K’s Choice oder Katzenjammer), noch heute und am Wochenende zu sehen.</p>
<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-album-thefool.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2341" style="margin-left:0;margin-right:10px;" title="warpaint-album-thefool" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/warpaint-album-thefool.jpg?w=300&#038;h=269" alt="warpaint the fool" width="300" height="269" /></a></p>
<p><strong>Warpaint</strong></p>
<p>…<a title="Website Warpaint" href="http://www.warpaintwarpaint.com/" target="_blank">im Web</a><br />
…<a title="Warpaint bei Myspace" href="http://www.myspace.com/worldwartour" target="_blank">bei MySpace</a></p>
<p>Warpaint – <em>The Fool</em></p>
<p>release date: 24. Oktober 2010</p>
<p>erschienen bei<a title="Rough Trade Records im Web" href="http://roughtraderecords.com/" target="_blank"> Rought Trade Records</a> (als Download auch direkt über die Website der Band zu bekommen, inHigh-Quality für sagenhaft günstige $ 9,99)</p>
<p>produziert von Tom Biller<br />
gemischt von Andrew Weatherall</p>
<p><strong>Tracklist</strong></p>
<p>1. Set Your Arms Down<br />
2. Warpaint<br />
3. Undertow<br />
4. Bees<br />
5. Shadows<br />
6. Composure<br />
7. Baby<br />
8. Majesty<br />
9. Lissie’s Heart Murmur</p>
<p><strong>Besetzung</strong></p>
<p>Emily Kokal (voc/git), Theresa Wayman (voc/git), Jenny Lee Lindberg (voc/bass) und Stella Mozgawa (drums/keys)</p>
<p><strong>Free-Download</strong></p>
<p>von Undertow bei <a title="Free Download von Undertow" href="http://www.tonspion.de/musik/warpaint/musik/1312315" target="_blank">tonspion</a>.</p>
<p><strong>Termine</strong></p>
<p>11.11. Frankfurt, Brotfabrik<br />
12.11. Rolling Stone Weekender, Ferienpark Weissenhäuser Strand, Ostsee</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/rocking-chair/'>Rocking Chair</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2335/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2335&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>»Luft nach oben«</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 11:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Long Distance Calling im Lauschsofa-Interview: Dave, Flo und Reimut plaudern bei einem unterhaltsamen Interview am Bühnenrand über bisherige Erfolge, deutsche Radiokultur, die Aufnahmen zum neuen Album und ihre Wunschpartner auf der Bühne.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2301&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2318" title="teaser" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser.jpg?w=600&#038;h=50" alt="teaser ldc interview" width="600" height="50" /></a>Dave, Flo und Reimut von Long Distance Calling gaben dem Lauschsofa beim Abbau ein unterhaltsames Interview am Bühnenrand und sprachen mit uns über ihre bisherigen Erfolge, deutsche Radiokultur, die Aufnahmen zum neuen Album und ihre Wunschpartner auf der Bühne.</p>
<p><span id="more-2301"></span><span style="color:#008080;"><strong>Lauschsofa:</strong> Einmal quer durch Europa und jetzt in Weil der Stadt &#8211; wie kam’s dazu?</span></p>
<p><strong>Flo:</strong> 2008 waren wir schon einmal kurz nach dem Release zu <em>Satellite Bay</em> hier im Jugendhaus (Anm. d. Red. Monastic Doom XV, 2008) zu Gast und hatten für 2009 einen zweiten Gig zugesagt. Das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt, zumal der angesetzte Termin 2009 mitten in die Tour mit Katatonia fiel – was wir vorher eben nicht wussten. Und wir hatten versprochen, den Gig auf jeden Fall nachzuholen.</p>
<p><span style="color:#008080;">Aber auch das macht eine Band mit eurem Status ja nicht ohne weiteres, vor allem zu dem doch »ländlichen« Ticketpreis…</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Versprochen ist versprochen und da wird auch nicht dran gerüttelt. Das wäre auch nicht unsere Art, auf einmal zu sagen »Nö, jetzt spielen wir nicht mehr.«</p>
<p><span style="color:#008080;">Und euren Tourbus fahrt ihr immer noch selbst?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Ja klar. Anders ist es echt nicht machbar.</p>
<div id="attachment_2321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2321" title="ldc-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-02.jpg?w=600&#038;h=258" alt="ldc im kloster" width="600" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Erfolgreich auf den Bühnen Europas unterwegs – aber den Auf- und Abbau erledigen sie immer noch selbst: Long Distance Calling aus Münster</p></div>
<p><span style="color:#008080;">Habt ihr noch Crew mit auf der Tour?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Heut ist ein Kumpel mitgekommen, der auch Spaß dran hat, ein paar Fotos zu schießen. Ansonsten haben wir keine feste Crew im eigentlichen Sinn.</p>
<p><span style="color:#008080;">…und baut also noch selbst auf und ab.</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Ja,wir erledigen die Arbeit noch selbst.</p>
<p><span style="color:#008080;">Die letzten Konzerttermine hören sich dagegen ziemlich mächtig an: ihr wart, wie erwähnt, mit Katatonia auf Tour, schon länger her sind zwei Termine mit Opeth und jetzt aktuell mit Anathema auf Europas Bühnen. Gibt’s da noch eine Steigerung?</span></p>
<p><strong>Dave</strong> (grinst): Ja klar, da ist noch ordentlich Luft nach oben! Absolut geil wäre Tool (Flo sieht das übrigens auch so) oder auch Porcupine Tree. Das wäre auch durchaus nicht unrealistisch.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Porcupine Tree ist wesentlich realistischer als Tool, weil Tool zum einen nur alle 5 Jahre mal nach Deutschland auf Tour kommen. Und weil Tool auch selten mit Vorband spielen.</p>
<p><strong>Dave:</strong> Natürlich würde da ein Traum in Erfüllung gehen, aber leider ist es mehr als unwahrscheinlich.</p>
<p><span style="color:#008080;">Und mit Anathema ist der Kontakt zu Herrn Wilson sicherlich ganz gut … (Anm. d. Red. Steven Wilson ist Produzent von Anathema, die auch auf einer der vergangenen Touren von Porcupine Tree im Vorprogramm spielte)</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Steven Wilson kennt unsere Musik zumindest ;)</p>
<div id="attachment_2322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-05.jpg"><img class="size-full wp-image-2322" title="ldc-05" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-05.jpg?w=600&#038;h=313" alt="ldc" width="600" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">Steven Wilson kennt ihre Musik auch schon – ob man LDC wohl demnächst im Vorprogramm von Porcupine Tree bestaunen darf?</p></div>
<p><span style="color:#008080;">Wen würdet ihr denn gerne in euer Vorprogramm nehmen?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Ich hätte mal wieder extrem große Lust mit Leech zu spielen. Das ist die Schweizer Band mit der wir damals die Split-EP aufgenommen haben (<em>090208</em>, erschienen bei Viva Hate, Anm. d. Red.). Oder auch wieder mit Nihiling, mit denen wir schon 2009 zur <em>Avoid the Light</em>-Tour unterwegs waren. Das war extrem entspannt und angenehm.</p>
<p><span style="color:#008080;">Habt ihr das Gefühl, dass Postrock aktuell deutlich an Aufwind bekommen hat?</span></p>
<p><strong>Flo:</strong> Absolut.</p>
<p><strong>Dave:</strong> Voll. Man merkt es allein daran, dass die Reaktionen auf »Wir machen Instrumentalmucke« sich deutlich verbessert haben. Früher war das eher langweilig, inzwischen ist es eher cool, interessant, akzeptierter und wird einfach spontan viel besser aufgenommen.</p>
<p><span style="color:#008080;">Habt ihr trotzdem das Gefühl, dass es für dieses Genre noch ein wenig Nachholbedarf, z.B. beim Radio gibt?</span></p>
<p><strong>Flo:</strong> Ja klar, aber das kann man ja nachvollziehen. Radiomucke geht halt auf Nummer sicher, »easy listening«, alles was problemlos nebenbei laufen kann. Und eben nicht Musik, mit der man sich eher ein wenig beschäftigen muss oder die etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt.</p>
<p><strong>Dave: </strong>Radiomusik hat für meine Begriffe – mal völlig unabhängig von Instrumentalmucke – ordentlich Nachholbedarf. Mein Eindruck ist, dass sich hier seit den letzten 15 Jahren nichts mehr bewegt.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Bei den meisten Sendern läuft anspruchsvollere Musik ja kaum vor 23 Uhr, wenn sie überhaupt läuft. Oder es gibt vielleicht mal eine Sondersendung alle Jubeljahre mal. Wir gehören auch definitiv nicht zu der Abteilung »Radioband«. Wenn wir darauf aus wären, im Radio gespielt zu werden, würden wir…</p>
<p><strong>Reimut:</strong> … Kylie Minogue als Gastsängerin haben…</p>
<p><strong>Flo:</strong> …ja, genau :) – Wir würden auf jeden Fall nicht diese Art von Musik machen.</p>
<p><span style="color:#008080;">In welchen Ländern läuft das eurer Ansicht nach besser?</span></p>
<p><strong>Flo:</strong> Als ich letztes Jahr in Schweden war, gab es beispielsweise einen Sender wo die ganze Nacht hindurch nur, sagen wir mal, anspruchsvollere Rockmusik oder eben auch Black Metal lief. Das wäre hierzulande undenkbar.</p>
<p><strong>Dave:</strong> Polen ist sicherlich auch ein gutes Beispiel. Die gesamte europäische Radiolandschaft kenne ich natürlich nicht, aber es ist zumindest so, dass es bei unseren Nachbarn etwas weiter gefasste Optionen gibt. Und wünschenswert wäre es hier sicherlich.</p>
<div id="attachment_2323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-interview-3.jpg"><img class="size-full wp-image-2323" title="ldc-interview-3" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-interview-3.jpg?w=600&#038;h=671" alt="ldc interview" width="600" height="671" /></a><p class="wp-caption-text">Hier baut man noch selbst ab: Dave (im Vordergrund) beim Interview am Bühnenrand, im Hintergrund Reimut, der den »heißen« Rechner wieder einpackt.</p></div>
<p><span style="color:#008080;">Ihr wart aktuell im Studio, die Aufnahmen werden derzeit gemischt…</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Die Aufnahmen sind sogar schon fertig gemischt und gemastert. Vorgestern haben wir das erste Master erhalten.</p>
<p><span style="color:#008080;">Herzlichen Glückwunsch!</span></p>
<p><strong>Reimut</strong> (grinst): Du hast es ja noch nicht gehört, also freu Dich nicht zu früh!</p>
<p><span style="color:#008080;">Wirklich unglücklich wirkt ihr aber nicht gerade…</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Wir sind megazufrieden! Das ist mit Abstand die für uns coolste Platte, die wir je gemacht haben.</p>
<p><span style="color:#008080;">Warum die Horus-Studios? Angenehmer Zufall?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Nein, wir haben schon intensiv gesucht, was gut zu uns, unserer Musik passt und was in unseren Möglichkeiten liegt. Wir sind einige Monate vor den Aufnahmen dort gewesen…</p>
<p><strong>Reimut:</strong> Drei Stunden Vorgespräch! Wo wir hinwollen, was wir uns wünschen…</p>
<p><strong>Flo: </strong>Dort hat man genau verstanden, was wir wollten und man war offen für alles. Bereits beim Vorgespräch war klar, dass das sehr gut funktionieren würde.</p>
<p><span style="color:#008080;">Produziert wurde wieder selbst?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Ja, genau. Benni Schäfer, der Engineer vor Ort, hat die Aufnahmen mit uns gemacht.</p>
<p><strong>Flo:</strong> … und hat auch ein wenig mitproduziert bzw. uns ein paar wertvolle Anstöße gegeben.</p>
<p><strong>Reimut:</strong> Im Endeffekt wurden die Songs, so wie wir sie geschrieben haben, auch genauso aufgenommen. Hier wurde also nichts am Grundgerüst geändert.</p>
<p><strong>Flo: </strong>Die Soundfrage haben wir dann zusammen erarbeitet. Wir haben relativ viel ausprobiert und auch seine Kritik aufgenommen und versucht das in ein ideales Fahrwasser zu bringen. Das hat mitunter etwas länger gedauert, aber im Studio sollte man eben auch offen sein für neue Ideen, die sich aus dem vorhandenen Material ergeben.</p>
<p><strong>Dave: </strong>Aus diesem produktiven Teamwork entstand dann auch ein Ergebnis, mit dem alle zufrieden sind.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Wir waren bei diesem Album auch sehr engagiert was die Sounds angeht. Wir haben fast bei jedem Song andere Amps benutzt.</p>
<p><strong>Dave:</strong> Das war sicherlich auch die erste Aufnahme, bei der wir mehr Zeit mit dem Austesten von Sounds als mit dem tatsächlichen Einspielen verbracht haben. Das hört man dem neuen Album auch an, die Sounds sitzen einfach.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Gerade bei unserer Musik ist es enorm wichtig, dass man Abwechslung in den Sounds hat, dass Platz ist für Experimente aber die Sounds eben auch perfekt ineinander greifen.</p>
<p><strong>Dave:</strong> Beim Einspielen hat man manchmal das Gefühl, das irgendwas nicht richtig durchkommt oder nicht in den Mix passt. Und genau an der Stelle sind die richtigen Sounds eben das Zünglein an der Waage. Manchmal entdeckt man den richtigen Dreh schon nach zwei Minuten und im schlimmsten Fall erst nach zwei Stunden – was uns bei diesem Album tatsächlich mal passiert ist. Aber lieber hat man diesen Stress beim Aufnehmen und nicht erst im Mix, denn da wird es noch schwieriger.</p>
<div id="attachment_2324" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-interview-4.jpg"><img class="size-full wp-image-2324" title="ldc-interview-4" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-interview-4.jpg?w=600&#038;h=903" alt="ldc interview" width="600" height="903" /></a><p class="wp-caption-text">Freut sich auf die bisher analogste Platte von LDC: Gitarrist Dave »Sustain«.</p></div>
<p><span style="color:#008080;">Die Sounds klingen also deutlich analoger?</span></p>
<p><strong>Reimut:</strong> Das ist sicherlich die analogste Platte, die wir bisher produziert haben.</p>
<p><strong>Flo: </strong>Und das eben nicht nur bei den Gitarren sondern – auch wenn es natürlich vom Prinzip her digital bleibt – auch bei den Sounds, die Reimut beigesteuert hat. Beispielsweise die Orgelparts… Auch wenn andererseits viele elektronische Parts mit eingeflossen sind, der Mix ist einfach gut.</p>
<p><strong>Reimut:</strong> Man muss sich eben auf den wahren, echten, ursprünglichen Rave besinnen ;)</p>
<p><span style="color:#008080;">Wo geht der Sound insgesamt hin?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Wir mischen den Spirit der Siebziger mit den Sounds von heute.</p>
<p><span style="color:#008080;">Einen der beiden neuen Songs, die ihr vorgestellt hattet, klang auch so ein wenig nach Wolfmother…</span></p>
<p><strong>Flo:</strong> Oder eben Led Zeppelin ;) Wobei dieser Song (Anm. d. Red. »Boogie«) auch der extremste in diese Richtung ist.</p>
<p><span style="color:#008080;">Was dürft ihr denn schon verraten, Name etc. ist natürlich tabu, aber wie lang ist das neue Album denn?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Es variiert um eine Minute – in welche Richtung verrate ich aber nicht…</p>
<p><span style="color:#008080;">Wieviel Vocalstücke?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Eines.</p>
<p><span style="color:#008080;">Da seid ihr also nicht vom Gewohnten abgewichen. Vermutlich werdet ihr auch nicht verraten wer mitsingt?</span></p>
<p><strong>Alle:</strong> Nein…</p>
<p><span style="color:#008080;">Der alte Münsteraner Roland Kaiser ist es also nicht?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Nein, es ist jemand über’n großen Teich.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Roland Kaiser wäre natürlich auch fett gewesen…</p>
<p><strong>Dave:</strong> Tja, wir haben auch über Udo Lindenberg nachgedacht ;)</p>
<p><strong>Reimut:</strong> Und es ist auch nicht Axl Rose ;)</p>
<p><span style="color:#008080;">Erscheinungsdatum? Anfang 2011?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Am 18. Februar 2011 wird das neue Werk erscheinen, wieder bei Superball…</p>
<p><span style="color:#008080;">Dürfen die Fans sich auf schöne Schmankerl freuen?</span></p>
<p><strong>Dave: </strong>Wir werden definitiv vorab mal einen Song als Appetizer hochladen, wann genau steht noch aus. Weitere News werden nach üblicher Manier nach und nach gestreut.</p>
<p><span style="color:#008080;">Gibt es wieder eine Vinyl-Ausgabe?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Natürlich! Und dieses Mal, als absolute Premiere, werden wir ein eigenes Vinyl-Master haben!</p>
<p><strong>Reimut: </strong>Es wird einen eigenen Vinylschnitt von dem großartigen Dubplates Mastering in Berlin geben. Die sind zwar eher bekannt als Pioniere im Dub-Techno-Bereich, wie z.B. für Masterings für Moritz von Oswald und Mark Ernestus (Anm. d. Red. Auch bekannt unter Basic Channel, zwei hochangesehene Produzenten in diesem Bereich); aber unsere Musik funktioniert einfach unglaublich gut auf Vinyl und der Engineer vor Ort wird sicherlich sehr gute Arbeit leisten. Wir sind sehr gespannt!</p>
<div id="attachment_2325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-051.jpg"><img class="size-full wp-image-2325" title="ldc-05" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-051.jpg?w=600&#038;h=313" alt="ldc" width="600" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">Noch zwei Konzerte, dann geht es in die wohlverdiente Winterpause. LDC kann man dieses Jahr nur noch in der Schweiz live erleben. Die ersten Dates für die Releasetour stehen aber auch schon fest.</p></div>
<p><span style="color:#008080;">Nach Studio und Konzerten gibt es erstmal eine Winterpause?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Ja, im Dezember gibt es noch zwei Konzerte und danach pausieren wir bis zur Releasetour 2011. Die startet dann im Februar 2011 zunächst mit einem Termin in Münster, die übrigen Dates sind inzwischen größtenteils online.</p>
<p><span style="color:#008080;">Probt ihr immer noch quer durch Deutschland verteilt?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Janosch, Flo und ich wohnen in Münster, Jan in Dortmund, das ist noch relativ nah und Reimut wohnt mittlerweile in Berlin. Was leider noch weiter ist als Mannheim. Aber wir behalten die Arbeit nach wie vor bei – das hat bei den anderen Platten auch schon gut über’s Internet funktioniert. Wir nehmen in unserem Proberaumbunker Sachen auf, schicken es rüber zu Reimut, der dann ein paar Sachen dazu bastelt. Dann wird natürlich ein wenig hin- und her diskutiert, via Mail oder Telefon.</p>
<p><strong>Flo:</strong> Gerade bei der neuen Platte habe wir an Reimuts Part noch intensiver gearbeitet. Das funktioniert auch über die Distanz recht gut.</p>
<p><span style="color:#008080;">Ihr wirkt als Band trotz des Erfolges sehr entspannt und gefestigt. Was erdet euch und was treibt euch an?</span></p>
<p><strong>Dave:</strong> Wir machen Musik, weil wir daran sehr viel Freude haben und es uns erfüllt. Und es macht den Anschein, als wären wir nicht so schlecht darin. Somit unterscheiden wir uns eigentlich nicht von jemandem, der seinen Job mag und mit einer ähnlichen Einstellung agiert (mal abgesehen davon, dass wir davon nicht leben können&#8230;). Der einzige Unterschied besteht darin, dass mit dem was wir machen ein größerer Bekanntheitsgrad einhergeht und darauf kann man sich einfach nichts einbilden.</p>
<p><span style="color:#008080;">Vielen Dank für Eure Zeit und das unterhaltsame Gespräch!! :))</span></p>
<p><em>Anmerkung: Inzwischen gibt es auf Youtube bereits zwei kurze Videos zu den Aufnahmen in den Horus Studios zu sehen (in unserem Lauschsofa-Kanal auch zu finden) und auch erste Konzerttermine sind bekannt (<a title="Monastic Doom mit LDC im Kloster Weil der Stadt" href="http://lauschsofa.wordpress.com/2010/11/04/abtrocken/" target="_blank">siehe hier</a>). Weitere News zum neuen Album werden wir – wie immer – hier als Kommentar posten.</em></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/musikmenschen/'>Musikmenschen</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/musikmenschen/sofaplausch/'>Sofaplausch</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2301/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2301&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Abtrocken</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 11:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lauschsofa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jugendhaus Kloster in Weil der Stadt lud zum Monastic Doom XXI mit Audiocæneat!, Blckwvs und Long Distance Calling – ein kurzer Rückblick.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2298&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser-konzert.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2309" title="teaser-konzert" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/teaser-konzert.jpg?w=600&#038;h=49" alt="" width="600" height="49" /></a></p>
<p>Wo früher einmal die Schulbank gedrückt wurde oder Augustiner Bettelmönche beheimatet waren,  lässt man’s heute ordentlich krachen: Das Jugendhaus Kloster in Weil der Stadt lud zum Monastic Doom XXI mit Audiocæneat!, Blckwvs und Long Distance Calling – ein kurzer Rückblick.<br />
<span id="more-2298"></span> Da war er also, unser alter Proberaum, und noch immer hat keiner den Boden abgeschliffen, Martin ;) Das Kloster in Weil der Stadt hat schon so manch krachende Musikveranstaltung gesehen, unvergessen die legendären Weihnachtskonzerte und vor allem Punkkonzerte jeglicher Couleur. Unvergessen auch, der häufig chaotische Rahmen, in dem so manche Veranstaltung ablief. Das hat sich wirklich deutlich geändert. Heutzutage nimmt man es fast schon zu genau, wer drei Tickets reserviert und dann nur zu zweit kommt bezahlt wieviel? Genau! Drei Tickets – naja, es kommt ja einer jugendfördernden Sache zugute. Aber immerhin sind ja die Getränkepreise noch human. Und auch das Damenklo ist inzwischen in einem Zustand, bei dem es merklich einfacher wird, es auch wieder zu verlassen (früher klebten die Schuhe so fest am Boden, dass das kein leichtes Unterfangen war). Alles in allem scheint man dort inzwischen bestens organisiert zu sein: keine langen Wartezeiten mehr beim Getränkeverkauf, Security, die für Ruhe bei den Rauchern sorgte und den Einlass gewissenhaft kontrolliert und auch ein Sound in einer Lautstärke, der einem nicht sofort sämtliche Gehirnmasse zwischen den Ohren durch die Nase herauspresst.</p>
<div id="attachment_2310" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/audiocaneat-01.jpg"><img class="size-full wp-image-2310" title="audiocaneat-01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/audiocaneat-01.jpg?w=600&#038;h=319" alt="audiocaneat im kloster" width="600" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Audiocæneat! aus Dresden brachten mit einer Mischung aus Shoegaze und Postrock cineastische Stimmung ins Weil der Städter Jugendhaus</p></div>
<p>Zum Konzert wollten wir vor allem wegen einer Band: Long Distance Calling. Aber das wir im Programm auch Audiocæneat! mitnehmen konnten, war eine gute Fügung. Die Dresdner Band, die es erst seit November 2009 gibt, spielen shoegazigen Postrock mit Gesangseinlagen, sehr atmosphärisch, kreativ, überzeugend. Sicherlich kann man an der einen oder anderen Stelle noch handwerklich nachjustieren, aber angesichts dieser recht kurzen Bandgeschichte, waren das doch sehr reife Songs, mit Loopuntermalungen, treibendem Songaufbau und einer gewissen Theatralik, die dieser Musik sicherlich gut steht. Der Gesang hätte für unseren Geschmack noch besser im Mix liegen können, erinnerte vom Stil ein wenig an Smashing Pumpkins oder Radiohead. Mit zwei Gitarren, einem Bass, Schlagzeug und jeder Menge digitalem Geräusch und Beat konnte die junge Band das Publikum zwar nicht sofort überzeugen, aber das baute sich ebenso dynamisch auf wie die Songs selbst; man hätte durchaus auch noch länger spielen können. Ja wenn, wenn da nicht das berühmte Problem bestünde, zu einem solchen Zeitpunkt noch nicht genügend Songs auf Lager zu haben ;) Da liegt die Kraft in der Wiederholung, und man darf auf die kommenden Konzerttermine der Jungs und vor allem das Album gespannt sein, das ab 10. November erhältlich sein wird (weitere Termine s.u.). Wer sich Audiocæneat! anhören möchte, kann sich auf postrockendes Kino im Kopf freuen – und auf die beste Idee seit es Gigs gibt, Pausen zu überbrücken: Man lässt einfach die Geräuschkulisse in den Pausen stehen. Da hätte sich so manche Band die lästige Diskussion über die richtige Ansage wirklich sparen können – danke für diese grandiose Idee!</p>
<div id="attachment_2311" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/audiocaneat-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2311" title="audiocaneat-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/audiocaneat-02.jpg?w=600&#038;h=293" alt="audiocaneat im kloster oktober 2010" width="600" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Davon hätten wir gerne mehr gehört: Der Gesang im Stil von Radiohead ging leider etwas unter im Mix</p></div>
<p>Headliner Nummer 2 im Programmablauf waren BLCKWVS (Blackwaves) aus Münster und Co. – ursprünglich angekündigt für 21.30 begann das Konzert aufgrund »personeller Schwierigkeiten« erst kurz nach 22 Uhr. Deren düsterer Metal-Instrumental-Psychedelic-Postrock war uns nach kurzem Reinhören dann doch ein wenig zu düster-doomig und vor allem zu laut und infolge dessen, leider zu undifferenziert. Was schade war, sonst hätten wir uns vielleicht noch einem intensiveren Gehörgang unterzogen. Vielleicht können wir diesen für die Band bei Gelegenheit mal nachholen (nachdem man ja schon bei der US-Tour enormes Pech hatte). Wer auf ein düsteres Gitarrenbrett inklusive Synthesizer steht, kann BLCKWVS im November und Dezember noch live bestaunen (Termine s.u.).</p>
<div id="attachment_2313" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-04.jpg"><img class="size-full wp-image-2313" title="ldc-04" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-04.jpg?w=600&#038;h=319" alt="long distance calling, kloster, weil der stadt" width="600" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Fantastische Stimmung im Klostersaal: Long Distance Calling brachte uns ordentlich ins Schwitzen.</p></div>
<p>Und dann – endlich! – war es gegen 23 Uhr soweit. Long Distance Calling gaben sich im Schwabenland die Ehre. Und das nach Gigs mit Anathema, Katatonia oder Opeth. Warum sie trotzdem noch ihren Gig in Weil der Stadt nachgeholt haben, haben sie uns übrigens <a title="Interview mit LDC" href="http://lauschsofa.wordpress.com/2010/11/04/»luft-nach-oben«" target="_self">hier</a> verraten. Ein fast zweistündiges Set brachte den kleinen Saal zum Kochen und Dampfen, und Jule einige schöne Gänsehautmomente :) Wir hatten nach dem letzten Gig im Stuttgarter Universum (Tour mit Nihiling, Oktober 2009) ja eine ziemlich hohe Erwartungshaltung, die absolut bestätigt werden konnte. Eine gute Mischung aus Songs der beiden ersten Alben und zwei Songs des im Februar 2011 erscheinenden Albums ließen kaum Zeit zum Durchatmen. Und abgesehen davon war der Sound für Jugendhaus-Verhältnisse absolut genial: transparent, nicht zu laut, drückend, genau richtig für die rockigen Klänge der Münsteraner. Einzig der Rechner von Bandmitglied und Ambient-Beauftragten Reimut hatte ein wenig Schwierigkeiten mit der schwäbischen Sauna. Da konnte die fast schon THW-taugliche Windmaschine aus dem Kloster zum Glück Abhilfe schaffen.</p>
<div id="attachment_2314" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-06.jpg"><img class="size-full wp-image-2314" title="ldc-06" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/ldc-06.jpg?w=600&#038;h=368" alt="ldc im kloster" width="600" height="368" /></a><p class="wp-caption-text">Wie immer beeindruckend war die Lightshow von Long Distance Calling – zu jedem Song punktgenau passend.</p></div>
<p>Denn der Dampf im Club kam nicht nur aus der Nebelmaschine: ein absolut begeistertes Publikum dampfte ebenfalls munter vor sich hin. Eine Stimmung, die sich durchaus gegenseitig befruchtete: Auch auf der Bühne war die Stimmung ziemlich gut – und verschwitzt. Ja, da schlagen so manche Frauenherzen höher, wenn Gitarrist Flo die Hüllen fallen lässt. Weiterhin lobenswert zu erwähnen, ist die stimmige Lightshow, die Long Distance Calling wieder im Gepäck hatten. Und dass diese Band trotz des großen Erfolges immer noch eine Band zum Anfassen, mit Nähe zum Publikum ist, bewiesen die Bandmitglieder auch am Merchandisingstand. Hier verkauft man immer noch selbst und hat immer ein paar Minuten Zeit, um sich mit Fans zu unterhalten. Oder auch andere kennenzulernen wie Claudia aus Stuttgart, deren ergatterte Setlist wir netterweise ablichten durften :)</p>
<div id="attachment_2316" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/setlist-ldc.jpg"><img class="size-full wp-image-2316" title="setlist-ldc" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/setlist-ldc.jpg?w=500&#038;h=510" alt="setlist" width="500" height="510" /></a><p class="wp-caption-text">Die Setlist von LDC im Kloster – inklusive zweier neuer Songs »Boogie« und »Black Wide Open«.</p></div>
<div id="attachment_2315" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/kloster-nebel.jpg"><img class="size-full wp-image-2315" title="kloster-nebel" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/11/kloster-nebel.jpg?w=500&#038;h=309" alt="kloster im nebel" width="500" height="309" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Mal liegt es nicht nur an der Bildqualität: Das Jugendhaus glich nach dem Auftritt von Long Distance Calling einer finnischen Schwitzhütte, inklusive feuchter Decken ;)</p></div>
<p>Wer auf den Geschmack gekommen ist, den ein oder anderen Act selbst live zu erleben, dem sind einige Möglichkeiten geboten:</p>
<p><strong>Audiocæneat!</strong> bei <a title="Audiocæneat! Official MySpace" href="http://www.myspace.com/audiocaneat" target="_blank">MySpace</a></p>
<p>Besetzung:<br />
Oliver Säglitz (vocals/guitar)<br />
Hans Wenke (guitar/vocals)<br />
Thomas Jakob (bass)<br />
Paul Wollstadt (drums)</p>
<p>Termine (Release-Tour/Red Sessions):<br />
10. November 2010, Dresden @AZ Conni<br />
11. November 2010, Potsdam @Archiv<br />
12. November 2010, Radebeul @Barnyard<br />
13. November 2010, Rostock @MS Stubnitz<br />
17. November 2010, Koblenz @Zirkus Maximus<br />
18. November 2010, München @Garage Deluxe<br />
19. November 2010, Böblingen @Casa Nostra<br />
20. November 2010, Nürtingen @Die Villa<br />
27. November 2010, Obercunnersdorf @JCOC<br />
19. April 2011, Dresden @Societätstheater<br />
18. Juli 2011, Dresden @Café 100</p>
<p><strong>BLCKWVS</strong> bei <a title="BLCKWVS Official MySpace" href="http://www.myspace.com/blckws" target="_blank">MySpace</a></p>
<p>Besetzung:<br />
Steve (guitar)<br />
Tommec (drums)<br />
Frank (synths)<br />
Chris (bass)</p>
<p>Termine:<br />
5. November 2010, Hannover @Stumpf Fest<br />
6. November 2010, Lustenau (AT) @FORALLTHECOWS-FESTIVAL<br />
20. November 2010, Leipzig, Connewi @Doom over Leipzig<br />
4. Dezember 2010, Hammerstadt @Rietschen<br />
5. Dezember 2010, Marburg</p>
<p><strong>Long Disctance Calling</strong> bei <a title="LDC Official MySpace" href="http://www.myspace.com/longdistancecalling" target="_blank">MySpace</a></p>
<p>Besetzung:<br />
Dave (guitar)<br />
Flo (guitar)<br />
Jan (bass)<br />
Reimut (ambience)<br />
Janosch (drums)</p>
<p>Termine:<br />
aktuell:<br />
3. Dezember 2010 St. Gallen (CH)@Grabenhalle<br />
4. Dezember 2010 Olten (CH)@Schützl/MAd Santa Festival</p>
<p>(Release-Tour):<br />
18. Februar 2011 Münster @Metropolis Club<br />
19. Februar 2011, Köln @Underground<br />
20. Februar 2011, Hamburg @Knust<br />
21. Februar 2011, Dresden @Beatpol<br />
22. Februar 2011, München @Hansa 39</p>
<p>Präsentiert von VISIONS, ROCK HARD, ECLIPSED, GITARRE &amp; BASS, LAUT.de, METAL.DE</p>
<p><strong>Jugendhaus Kloster</strong> im <a title="Website Jugendhaus Kloster" href="http://www.jh-kloster.de/" target="_blank">Web</a></p>
<p>Weitere Klostertermine:<br />
<strong> Weihnachtsfestival</strong><br />
17.–18. Dezember 2010 (mit ein paar Bekannten vom Warmbronner Open Air)<br />
Bisher bestätigt sind Disillusion (Metal), Stereochrist (Southern Rock und Metal mit 80iger Zitaten), Credic (Death Metal), Death by my Side (Death Metal), The Mellers (Ska/Punk), Transmitter (Electronic/Alternative), Yakuzi (Trompeten-Punk) und Zionrockers (Reggae).</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/hausmusik/'>Hausmusik</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2298/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2298/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2298&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Und das Lamm schreit…</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 13:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hausmusik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wirrhaar ade, Scheitel tut weh? Theo Hutchcraft und Adam Anderson machten sich nach langer Erfolglosigkeit geschniegelt und gebügelt unter dem Namen Hurts auf, die Welt der Popmusik zu erobern. Und haben das vorerst auch fulminant geschafft. Zu Recht? Oder heißt es »Hurts? Aua!«?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2263&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurtsteaser.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2265" title="hurtsteaser" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurtsteaser.jpg?w=600&#038;h=50" alt="" width="600" height="50" /></a>Wirrhaar ade, Scheitel tut weh? Theo Hutchcraft und Adam Anderson machten sich nach langer Erfolglosigkeit geschniegelt und gebügelt unter dem Namen Hurts auf, die Welt der Popmusik zu erobern. Und haben das vorerst auch fulminant geschafft. Zu Recht? Oder heißt es »Hurts? Aua!«?</p>
<p><span id="more-2263"></span>Hach ja. Ich hab&#8217;s mir nicht leicht gemacht mit dieser Platte. Wie Jule einst bemerkte, ist es ja so eine Sache mit Vorschussbrom…äh…lorbeeren – manchmal scheint der Weg zur »Goldenen Himbeere« gar nicht so weit. Jedenfalls waren die Vorab-Kränze im Fall des Debuts von Hurts recht groß. Bzw. schürten die Mächte des Marketing große Erwartungen. »Eine neue britische New Wave-Sensation«, »die neuen Pet Shop Boys« und ähnliches ließ man verlauten, manchmal konnte man schon fast meinen, die Rettung der Popmusik stünde kurz bevor. Nun, angesichts dessen was sich in den letzten Monaten oft in den Charts so tummelte, könnte man auch Karl Kraus zitieren: »Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.« ;-)</p>
<p>Doch gemach, gemach – so hart möchte ich mit Hurts gar nicht ins Gericht gehen. <a title="Herbstzeitlose – B-Seite" href="http://wp.me/pz71o-vL" target="_blank">Bekanntlich</a> habe auch ich mit Spannung das Erscheinen von <em>Happiness</em> erwartet. Denn die erste erhältliche Single »Better Than Love« hat mich schon irgendwie gepackt, mit den ebenso bekannten Einschränkungen in Form des leicht frenchhousenden Choruses – aber ansonsten fühlte ich mich schon etwas an alte Heroen wie Depeche Mode erinnert. Und soviel lässt sich auch mit Sicherheit sagen: es achtzigert mächtig auf dieser Scheibe. Immerhin das.</p>
<div id="attachment_2269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts1.jpg"><img class="size-full wp-image-2269" title="hurts1" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts1.jpg?w=600&#038;h=451" alt="" width="600" height="451" /></a><p class="wp-caption-text">Haben wahrlich keinen Grund (mehr) geknickt zu sein: Theo Hutchcraft und Adam Anderson © Sony Music</p></div>
<p>Der Opener »Silver Lining« beginnt zunächst mit einer recht undergroundigen Bassline  – das hält aber nur gute 12 Sekunden. Dann ward sie nicht mehr gesehen und gehört. Es folgt lupenreine 80er-Soundästhetik à la Falco&#8217;s »Jeanny« – was nicht schlecht ist. Ich mag das ja ganz gern. Im weiteren Verlauf schaukelt sich die Nummer hoch zu pathetischem Bombast-Synthpop, der fast alles auffährt, von orchestralem Chor bis Mandolinenorchester. Was ich per se auch nicht verurteile. Muse z.B. dürfen das ja auch irgendwie, finde ich.</p>
<p>Es folgt das mittlerweile allseits bekannte »Wonderful Life«. Wie ich auch schon bereits erwähnte, timbalandet es mir etwas zu arg – aber ich gebe zu, dass dieser Track etwas hat, dem man sich nur schwer entziehen kann. Was für die Melodik des nächsten Tracks »Blood, Tears And Gold« auch zu 100% zutrifft. Allerdings ist von undergroundiger Kewlness hier gar nichts mehr zu erkennen, hier hat man doch gaaaanz tief in den Schmalztopf gegriffen. Doch in den passenden Momenten kann man sich dem ruhig mal ergeben, gebe ich zu. Die König-Der-Löwen-Synthie-»Bachtrompete« am Ausgang des Breaks hätte man sich trotzdem besser verkniffen. Mit »Sunday« wildert man dann ganz frech im Killers-Revier, aber Hallo! Wer deren »Human« womöglich so langsam schmerzlich vermisst im Einheitsradio, wird mit diesem Track adäquaten Ersatz bekommen. Bei den nächsten Songs erscheint mir unweigerlich Donald-Duck…äh… ich meine Til Schweiger (wie komme ich nur auf Donald Duck? Komisch…) vor dem geistigen Auge – schade, dass er gerade kein »Fünffinger-Faultier« oder Ähnliches am Start hat, »Stay« und »Illuminated« wären der passende Soundtrack dafür. Obwohl im Falle von »Evelyn« melodisch etwas schwächer, fühle ich mich bei diesem Track oder auch beim darauffolgenden »Better Than Love« mehr zu Hause: bisschen düsterer, bisschen rockiger. Auch wenn man im Chorus von letzterem nochmal – Achtung, gefährlich! ;-) – bei den Killers stibitzt. Im Verse jedenfall geht Hutchcraft auch mal etwas aus sich heraus und offenbart Facetten, die sonst nicht in Erscheinung treten.  Das Duett mit Kylie (heißt sie jetzt eigentlich noch mit Minogue oder nur noch ohne? Egal, wir wissen, wer gemeint ist…), »Devotion« hinterlässt mich jedoch wieder ratlos(er): bin ich am Anfang und auch bis zum Ende des Breaks nach dem ersten Chorus noch dabei, wird es mir dann schlagartig irgendwie wieder zuviel. Oder zuwenig. Hätte man Schmalz und Pathos bis ins Groteske überhöht, wäre ich evtl. noch dabeigeblieben, so verliert es sich meiner Meinung nach allerdings in Beliebig- und Belanglosigkeit. Ein Schicksal, das der vorletzte Song »Unspoken« teilt. Viel wird aufgefahren und zu einem gigantischen Soundgetürme vermengt – jedoch ohne eine Emotionalität wie z.B. bei Ultravox&#8217; »Vienna« zu erreichen.</p>
<p>Der Schlusstitel »Water« badet dann förmlich in 80er-Hall. Auch hier haben wir wieder eine gute Chorushookline, und wäre man bei Piano und dezenteren Streichern geblieben und hätte Hutchcraft mehr emotionale Tiefe, dann…ja dann hätte das vielleicht was werden können. Wenn dann aber noch die volle Streicherbreitseite einsetzt, kommt&#8217;s mir so ziemlich hoch – nämlich die Erinnerung an klebrige Air Supply-Nummern. Puuhhh… Dranbleiben nach »Water« lohnt sich insofern, dass da noch was kommt. Was – dazu sag ich jetzt mal nix. Nur soviel: ein zweites »Better Than Love« ist es nicht. Hach ja.</p>
<div id="attachment_2270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts3.jpg"><img class="size-full wp-image-2270" title="hurts3" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts3.jpg?w=600&#038;h=726" alt="" width="600" height="726" /></a><p class="wp-caption-text">Zumindest outfitmäßig treten sie das Erbe von Robert Palmer an: Hurts © Sony Music</p></div>
<p>Unlängst waren Hurts ja auch zu Gast beim SWR3 New Pop-Festival im beschaulichen Baden-Baden, dem man – wie ich – zum Glück per Webcast beiwohnen konnte. Zunächst wurden sie von der sprechenden SWR-Frisur und öffentlich-rechtlichem Mario-Barth-Ersatz Pierre M. Krause zum launigen Interview empfangen und Theo Hutchcraft von diesem für seine Deutschkenntnisse gelobt. Stimmt, viel schlechter als das Englisch von Krause ist es echt nicht. Und ganz ehrlich: sympathisch sind Hurts in jedem Fall. Vor allem Hutchcraft machte entgegen dem ersten Eindruck einen wirklich sehr humorvollen und gar nicht leidtriefenden Eindruck. Und wirkte auf mich auch seltsam subversiv. Aber dazu später mehr. Es folgte ein kurzer »Unplugged«-Auftritt, bei dem Anderson ungewohnt die Akustikgitarre bediente. Das begleitende Playback führte den »Spontan-Unplugged-Session«-Gedanken allerdings ad absurdum und konnte es auch nicht wirklich rausreißen. Ja, war nett, aber keine Sternstunde. Aber vielleicht sollte die ja noch kommen beim anschließenden Konzert im Opernhaus.</p>
<p>Neben Hutchcraft am Mikrofon und Anderson an einem im flügelartigen Gehäuschen liegenden Keyboard bestand die Besetzung dort aus einem Schlagzeuger, einem weiteren Keyboarder (der neben dem Playback die Hauptarbeit zu erledigen schien) und einem in Frack gewandeten Operntenor als Backingvocalist, der die ganze Zeit über regungslos und martialisch-breitbeinig wie ein Türsteher hinter seinem Mikroständer stand und sich hin und wieder einen abknödelte. Als Effekt wie auf der Platte bei »Sunday« ist sowas ja ok, aber als einzige Backing-Lösung bei einem Live-Gig? Sorry, aber ich kann sowieso nicht verstehen, was manche Leute immer so »toll« und »großartig« daran finden, wenn opernhafte Stimmen wie Josh Groban oder – noch schlimmer – diese ganzen Tenor-Boybands schöne Popsongs verhunzen. Von »Show« kann man im Grunde nicht sprechen, vielleicht eher von Darbietung. Anderson drückte mit seltsam staatstragender Miene ein paar Akkördchen (hätte er doch wenigstens mal ab und zu zur Gitarre gegriffen!) und Hutchcraft bewegte sich nämlich ebenso wie der Knödler kaum hinter seinem Mikroständer hervor. Und scheint leider nur über eine einzige Geste zu verfügen, nämlich die rechte Hand gen Himmel zu…ja, »recken« kann man nicht sagen…»heben« (war der Anzug zu eng?) – und mit den Fingern zu wackeln. Was einerseits seltsam unbeholfen und zugleich merkwürdig skurril wirkte. Und angesichts des spitzbübischen Grinsens auf Hutchcrafts Gesicht keimte in mir mehr und mehr eine Vermutung auf: meinen die das am Ende alles gar nicht ernst, sondern sind in Wirklichkeit von der Titanic bzw. einem britischen Pendant? Man weiß es nicht…irgendwie hatte das alles etwas unfreiwillig Komisches an sich. Oder es ist echt alles nur Satire und britischer Humor. Hutchcraft wird ja auch nicht müde zu betonen, dass sie gar nicht so ernst seien wie man ihnen immer unterstelle. Ich glaub ihm das.</p>
<p>Befremdlich wirkte auf mich auch das anwesende Publikum – irgendwie entsprach es genau dem, was ich mit Baden-Baden so spontan in Verbindung bringe. War das hier überhaupt das New Pop-Festival? Vielleicht waren das auch die Gedanken, die Hutchcraft beim Blick in den Saal durch den Kopf gingen… Ich meine jetzt gar nicht mal die Altersstruktur, die bei solch starken Achtziger-Reminiszenzen durchaus auch nach oben tendieren kann. Sondern vielmehr das Gebahren des Publikums. Der Vergleich wird immer unpassender, trotzdem: auch auf einem Depeche-Mode-Gig z.B. werden sich keine Pogo-Exzesse abspielen, aber dieses müde Geschunkel hier… Velleicht tummeln sich sonst beim Hurts-Konzert auch eher sämtliche Fans, die man zu diesem Zeitpunkt nur im Chat erleben konnte? Ich wünsche es Hutchcraft und Anderson. Aber das nur mein Eindruck von der Bildschirmloge aus. Wirklich schlimm wurde es jedenfalls nach der Übertragung des Konzerts, als eine Runde SWR3-Redakteure…Moderatoren…oder was auch immer sich gegenseitig zum Thema Hurts »interviewten«. Das war Musikjournalismus von Feinsten! Und mir wurde wieder klar, warum ich seit gut 15 Jahren kein SWR3 mehr ohne Kopfschmerzen hören kann…</p>
<p>Ich schweife ab. Jedenfalls ging alles ganz schnell. Nach etwas über einer halben Stunde war der Gig nämlich schon vorbei – kürzere Auftritte macht wohl nur Axl Rose. Oder Jerry Lee Lewis, wenn er wieder mal keinen Bock hat. Was faselte einer der »Experten« hinterher auf dem Sofa? »Ja…junge Band…die haben noch nicht soviel Material…« Ach, Blödsinn! Also bitte, gerade im Bereich Electronic/Synthpop/etc. wäre es doch ein relativ leichtes, von den Songs etwas verlängerte oder erweiterte Live-Edits zu machen. Oder man bringt noch eine Coverversion. Ganz ehrlich: ich war echt froh, für diesen Mini-Gig kein Geld ausgegeben zu haben, geschweige denn extra nach Baden-Baden gegurkt zu sein. Die knappe Stunde vor dem Bildschirm hocken war genug.</p>
<div id="attachment_2271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts2.jpg"><img class="size-full wp-image-2271" title="hurts2" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hurts2.jpg?w=600&#038;h=451" alt="" width="600" height="451" /></a><p class="wp-caption-text">Bei aller »Leidensfähigkeit« – zumindest im Interview gehen Hurts nicht zum zum Lachen in den Keller © Sony Music</p></div>
<p>Zurück zum Album und der allgemeinen Kritik an selbigem. Kann man Hurts einen Vorwurf machen? Nun, sollte die gesamte Hintergrundgeschichte der Band stimmen (Hutchcraft und Anderson haben nach langen Jahren Arbeits- und Perspektivlosigkeit und miesen Aushilfsjobs die Schnauze langsam voll) und nicht in der Marketingabteilung von Sony Music gehinterzimmert worden sein, so kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen und verstehen, dass man Musik macht, die auf Erfolg kalkuliert ist. Hutchcraft und Anderson haben daraus auch nie einen Hehl gemacht und ihre Rechnung ist hundertprozentig aufgegangen. Und es kann eigentlich auch keine/r sagen, er/sie sei nicht gewarnt worden: steht im Booklet doch eindeutig und prominent die Zeile »Lento Doloroso«. Aus ihrem Faible für Disco Lento haben beide nämlich auch nie einen Hehl gemacht. Und es stimmt – neben anfänglichen Assoziationen an große Helden britischen Wave- und Synth-Pops kam mir beim Hören von <em>Happiness</em> nämlich auch noch wer anderes in den Sinn, sozusagen eine Geschmacksleiche aus meinem Keller – ja, ich gestehe, ich besaß tatsächlich mal eine 45er von dem: Den Harrow. Schande über mich. Wie dem auch sei, statt »New New Wave« handelt es sich also eher um eine Wiederbelebung schwülstigen Synthiepops. Tja, insofern sage ich mal hat die Marketingabteilung zumindest für mich falsche Erwartungen geweckt.</p>
<p><em>Happiness</em> ist voll von Pathos, Leiden (wenn auch zuversichtlichem) und großen Gesten (im übertragenen Sinne, denn real gab&#8217;s ja nur eine, s.o.) . Ein grotesk-geniales Niveau von absurdem Größenwahn wie bei Muse&#8217;s <em>The Resistance</em> z.B. wird allerdings nicht erreicht. Referenzen an große Helden der (britischen) 80er gibt es einige. Doch Hutchcraft ist leider keine Rampensau wie Jim Kerr oder gar eine Diva à la Holly Johnson. Auch verfügt er weder über die Präsenz eines Dave Gahan, geschweige denn die emotionale Tiefe eines Martin L. Gore. Einzeln mag ich Songs von Hurts durchaus mal hören, doch geballt schwanke ich zwischen »auf-die-Nerven-gehen« und Gleichgültigkeit. Wie gesagt, ich habe es mir nicht leicht gemacht mit diesem Album. Von allem zuviel und doch von vielem zuwenig. Die Songs haben gute, teils auch sehr gute Hooks und sind kompositorisch durchaus wirklich gut gemachte Popnummern. Insofern muss man Hurts schon anrechnen, den derzeit oft melodiös recht…äh…»ökonomisch« gestalteten Chartsinhalten ein deutliches Pendant gegenüber gestellt zu haben. Was die Produktion angeht, hätte ich mir allerdings ein paar Ecken und Kanten gewünscht. Die Verpflichtung der Co-Produzenten zeigt eine deutliche Ausrichtung auf Charterfolge, doch meiner Meinung nach hätte man aus künstlerischer Sicht Hutchcraft und Anderson eher etwas ältere und erfahrenere Produzenten zur Seite stellen sollen. Denn Hurts sind für mich alles andere als Nichtskönner und ich traue ihnen durchaus Potenzial zu. In dieser jetzigen Form klingen Hurts für mich aber leider eher wie eine Retro-Version von One Republic. Der A&amp;R in mir sagt: »Super! So gefällt mir das!« Die Künstler- und Produzentenseele zuckt allerdings mit den Schultern und seufzt…</p>
<p>Hurts im <a title="Hurts Official Website" href="http://www.informationhurts.com/de/home/" target="_blank">Web</a></p>
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<p>VÖ: 27.08.2010 FOUR Music/Sony Music<br />
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		<title>Geschwindigkeitsunterschreitung</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 09:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lauschsofa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ben Folds vertont Nick Hornby – Lonely Avenue ist ein Album, dass man sich am besten in Kapiteln anhört.  Hält das »perfect couple« der alternativen Popkultur was es verspricht?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2168&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser-benfolds.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2174" title="teaser-benfolds" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser-benfolds.jpg?w=600&#038;h=50" alt="Ben Folds" width="600" height="50" /></a></p>
<p>Ben Folds vertont Nick Hornby – <em>Lonely Avenue</em> ist ein Album, dass man sich am besten in Kapiteln anhört.</p>
<p><span id="more-2168"></span> Wenn zwei sich einig sind, bleibt die Frage offen, was der Dritte unternimmt. Freut er sich an trauter Zweisamkeit, die er beobachten kann oder frustriert es ihn, dass er dabei vielleicht leer ausgeht? Was zunächst klingt wie das »perfect couple« der alternativen Popkultur, lässt uns als Dritten zynisch-unbefriedigt zurück.</p>
<p>Auf das übliche Vorgeplänkel, wie, warum, weshalb die beiden zueinander gefunden haben verzichten wir hier, denn das kann man in sämtlichen anderen Reviews und abgedruckten Pressetexten umfangreich nachlesen. Wir beginnen mit der Freundschaft. Männerfreundschaften sind ja immer was spezielles. Hier streitet man sich im allerhöchsten Fall um Frauen, beim Rest ist man sich meistens einig. Die Ausnahmen der Regel mal unbeachtet gelassen, scheinen sich Ben Folds und Nick Hornby sehr einig gewesen zu sein und die Aufgabenbereiche klar abgesteckt zu haben. Denn hört man sie selbst über das neue Werk <em>Lonely Avenue</em> schreiben oder reden, sind sie voll des Lobes über sich und die Arbeit des jeweils anderen (auch wenn wir hier nicht den Anspruch auf Vollständigkeit haben, das meiste was wir so gelesen haben, klang danach). So war denn vielleicht auch die Vorfreude auf dieses neue Megawerk entsprechend groß. Einen echten Knaller hat man sich im Gehörgang schon vorgestellt, denn was kann alles passieren, wenn zwei für ihre Bereiche genialen Künstler sich zusammentun? Ein Meisterwerk, ein Meilenstein, ein Vorzeigealbum; ach es gäbe so schöne Superlative, auf die wir leider verzichten müssen. Was nicht bedeutet, hier hätte man absoluten Mist veröffentlicht, <em>Lonely Avenue</em> ist im Vergleich zu anderen Popalben schon auf einer anderen Ebene anzusiedeln. Auch was das Packaging angeht (siehe unten). Aber es liest und hört sich an, als ob man das Gaspedal an vielen Stellen nicht gefunden hätte. Immer ein wenig untertourig, man kommt zwar vorwärts, aber bloß nicht zu schnell, nicht zu mutig. Ein cruisendes Album, das man gerne mal überholen würde oder zumindest anhupen. Und das nicht nur wegen der Klorolle auf der hinteren Ablage.</p>
<div id="attachment_2169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hornbyfolds-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2169" title="hornbyfolds-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hornbyfolds-02.jpg?w=600&#038;h=400" alt="Nick Hornby und Ben Folds" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Ben Folds und Nick Hornby – zwei Herren mittleren Alters machen es sich auf dem Sofa gemütlich… © Eamonn McCabe / nonesuch.com</p></div>
<p>Gemütlich hört man sich Geschichten an über Existenzen, die vom Schicksal gebeutelt sind. Ohne größere Überraschung. Dazu noch leicht plattgebügelt von (zugebenen meisterhaften) Streicherarrangements, die man auf sämtlichen Elton-John-Alben der 70er schon mehrfach gehört hat. Liebte man bei vergangenen Songs, dass Folds eben auch mal im Stehen spielt, mit Hemd aus der Hose, so hat er das bei <em>Lonely Avenue</em> ziemlich ordentlich zusammengeknöpft in dieselbe gesteckt und es sich im Loungesessel zusammen mit Nick und einer dicken Zigarre gemütlich gemacht. Nicht zu vergessen die klassischen Pantoffeln, die vom Golden Retriever genüsslich angeknabbert werden. Ein echtes Familienalbum, wie schön! Mit Geschichten, die das Leben schrieb: vom verkannten Talent eines Schreiberlings – an dieser Stelle sei erwähnt, dass wir uns immer über konstruktive Kommentare und Bewertungen freuen ;) –, vom bedrückenden Sylvesterabend im Krankenhaus, vom ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Politikertöchtern und seinen Auswirkungen, von dem Aufeinandertreffen zweier sehr unterschiedlicher Nachbarn, von zwei höchstkompatiblen Menschen, die nie zueinander gefunden haben, der Liebe zu einer Poetin oder der Hymne auf einen großen Songwriter (Doc Pomus). Im Grunde natürlich Texte und Inhalte, die man sich bei all dem Gaga-Zeug was sonst so läuft immer wünscht. Und die auch wunderschön zu lesen sind. Aber außergewöhnlich? Außergewöhnlich oder besser unerwartet ist es im Falle von Hornby nicht, denn seine Figuren besaßen neben Tiefgang – oder besser gesagt Komplexität – schon immer den melancholischen Moment, der ja gerade so gut zu Ben Folds passt. Vielleicht fehlt uns auch ein wenig der zuweilen sehr böse Fold’sche Sarkasmus, den man auf <em>Lonely Avenue </em>wie die Stricknadel im Heuhaufen suchen muss.</p>
<div id="attachment_2210" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/4179rnb1wol.jpg"><img class="size-full wp-image-2210" title="4179rNb1WOL" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/4179rnb1wol.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Neben CD und Vinyl ist Lonely Avenue auch in einer sehr hübschen Deluxe-Version erhältlich: mit einem 152-Seiten starken Buch, das neben vier Kurzgeschichten von Hornby auch 15 Photographien von Joel Meyerowitz enthält. Loungechair, Zigarre und Pantoffeln sind allerdings nicht dabei ;-) © nonesuch.com</p></div>
<p style="text-align:left;">Ausgebrochen aus dem melancholischen Orgel- oder Klavierschema wird selten, einzig die »Ode« an Saskia Hamilton hat uns wieder aufschrecken …-hören lassen. Zeit war&#8217;s, bei Song 10 von 11. Sicherlich gibt es auf dem Album hübsche Sound- und Arrangementideen, wobei das 80er-Synthiegemooge mitunter etwas überstrapaziert wird <em>(Anm. d. Red.: Thorsten sieht das nicht ganz so eng, ist aber wegen seiner Tätigkeit als Tastendrücker befangen ;-))</em>. Doch das ist durchaus verzeihlich. Was uns außerdem überrascht, aber vielleicht eine inhaltliche Begründung hat, ist, dass Folds Stimme deutlich stärker in den Hintergrund rückt als sonst üblich. Gerade im Bezug auf die Wichtigkeit der Texte ist das konzeptionell doch erstaunlich. Was bleibt ist ein hübscher Liederreigen aus – mit dem üblichen Business verglichen – immer noch ungewöhnlichen und schönen Werken, die aber auf das Album verteilt keine rechte Spannung aufbauen.</p>
<div id="attachment_2170" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/ben-folds-2010.jpg"><img class="size-full wp-image-2170" title="ben-folds-2010" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/ben-folds-2010.jpg?w=600&#038;h=600" alt="Ben Folds" width="600" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Der »ewige College-Nerd« steckte das Hemd mal in die Hose und zog die Pantoffeln über: Ben Folds © Michael Wilson / nonesuch.com</p></div>
<p>Optisch immer noch der ewig junge College-Nerd, wirkt Ben Folds akustisch gesetzter – womöglich aus Respekt vor dem neun Jahre älteren Freund? Von Wildheit und Experimentierfreude, wie sie noch ganz Folds-typisch auf dem letzten Album <em>Way to Normal</em> zuhauf vorhanden war, ist auf <em>Lonely Avenue</em> jedenfalls nichts zu spüren. Sicher, auch hier war z.B. mit »Hiroshima (B B B Benny Hit His Head)« eine seeehr deutliche und ganz offene <a title="Elton John – Bennie And The Jets live @ Wembley" href="http://www.youtube.com/watch?v=6jIKeIRuyx4" target="_blank">Elton-John-Referenz</a> vorhanden, doch fanden sich daneben ebenso extremere Nummern wie »Dr. Yang« oder »Errant Dog«, Experimentelles (»Free Coffee«) und schließlich der »Bilderbuch-Folds-Sound«, der ihn berühmt gemacht hat (»Brainwascht«). Doch auch unterhalb der Vollgas-Marke lieferte er auf <em>Way to Normal</em> mit »Cologne« eine wundervolle Midtempo-Ballade ab, die durchaus an seinen Meilenstein <a title="Ben Folds Five - Brick @ The Wireless Triple J Radio " href="http://www.youtube.com/watch?v=tP8-1DIAY2o" target="_blank">»Brick«</a> vom Debut-Album <em>Whatever and Ever Amen</em> (seinerzeit noch mit Darren Jessee und Robert Sledge als Ben Folds Five) erinnert. Auf <em>Lonely Avenue</em> dagegen verlässt er die Comfort Zone gar nicht, so dass es ein gemütlich dahinschnurrendes Werk geworden ist, das leider ohne Spannungs- und somit auch Höhepunkte auskommen muss. Schade, wo Folds mit dem <em>Way to Normal Fake Leak</em> doch bewiesen hat, dass er selbst aus einer Blödsinnsidee heraus Songs aus dem Ärmel schütteln kann, die bei einem Großteil der Fangemeinde sogar noch besser ankamen wie die Originalversionen <em>(Anm. d. Red.: Folds hatte aus einer Tourlaune heraus neue Versionen zu Albumtracks gemacht, die mit diesen nur noch den Titel gemein hatten – diese wurden dann im Web gestreut als angeblich aus dem Studio entwendete Aufnahmen. Ein hübscher Gag, der ein lustiges Eigenleben entwickelte ;-)). </em>Diese wirklich grandiose Fake-Edition von <em>Way to Normal</em> ist übrigens immer noch <a title="Ben Folds – Way To Normal Fake Leak @ The Internet Archive" href="http://www.archive.org/details/BenFoldsWayToNormalFakeLeak" target="_blank">hier im Internet Archive kostenlos und legal erhältlich</a>.<em><br />
</em></p>
<div id="attachment_2172" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hornbyfolds-01.jpg"><img class="size-full wp-image-2172" title="hornbyfolds-01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/hornbyfolds-01.jpg?w=600&#038;h=400" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">…oder basteln im Hobbykeller ;-) © Eamonn McCabe / nonesuch.com</p></div>
<p style="text-align:left;">Wäre ein Dritter im Boot vielleicht hilfreich gewesen? Ein Steuermann für den gewaltigen Kulturkahn, den Folds und Hornby hier durch die Weltmeere segeln? Das wäre aber nur ein (müder) Erklärungsversuch dafür, dass vielleicht Erwartung und Ergebnis nicht ganz zusammengepasst haben für uns. Wobei es ja auch andere Beispiele wie David Bowie oder Billy Joel gibt, die immer bewusst einen solchen Mann ins Boot geholt haben – und selbst Ben Folds bei seiner letzten Scheibe <em>Way to Normal</em>. Schließlich klang ja auch Folds&#8217; Produktion von Amanda Palmer&#8217;s Solo-Debut <em>Who Killed Amanda Palmer</em>, das er ebenfalls mit den berühmten und wunderschönen Buckmaster-Stringarrangements angereichert hatte, mitnichten nach der »üblichen« 70er-Jahre-Elton-John-Nummer. Zweifellos großartige Nummern – nur wenn wir die in Albumlänge hören wollen, greifen wir zu dessen Scheiben wie <em>Elton John</em>, <em>Tumbleweed Connection</em> oder <em>Blue Moves</em>. Nun gut, wir bleiben versöhnlich, <em>Lonely Avenue</em> ist ein Album, bei dem man zwar problemlos nebenbei ein gutes Buch lesen kann. Aber es ist vielmehr ein Album, dass man wie ein Buch hören sollte – ein Kapitel nach dem nächsten. Mit Geschichten, die üblicherweise mehrere Seiten füllen und von Hornby geschickt in Songlänge gepackt wurden. Und Songs von Folds, der sich hier partnerschaftlich auf die Stimmung der Texte einlässt und eine Vertonung von Zeilen hinbekommt, die beim ersten Lesen gar nicht danach klingen, als ob sie in eine Melodie passen würden.</p>
<p>Ben Folds im <a title="Ben Folds Official Website" href="http://benfolds.com/" target="_blank">Web</a><br />
… bei <a title="Ben Folds bei Twitter" href="http://twitter.com/benfolds" target="_blank">Twitter</a><br />
… bei <a title="Ben Folds Official Facebook Page" href="http://www.facebook.com/BenFolds" target="_blank">Facebook</a><br />
… bei <a title="Ben Folds Official MySpace Page" href="http://www.myspace.com/benfolds" target="_blank">MySpace</a></p>
<p>Nick Hornby im <a title="Nick Hornby Official Website" href="http://www.nicksbooks.com/index.php/archives/category/news/" target="_blank">Web</a><br />
… bei <a title="Nick Hornby Official Facebook Page" href="http://www.facebook.com/nickhornby.uk" target="_blank">Facebook</a><br />
… beim <a title="Nick Hornby @ Penguin" href="http://www.penguin.co.uk/static/cs/uk/0/minisites/nickhornby/" target="_blank">Penguin Verlag</a></p>
<p>Ben Folds Five im <a title="Ben Folds Five Official Website" href="http://www.benfoldsfive.com/" target="_blank">Web</a></p>
<p>Joel Meyerowitz im <a title="Joel Meyerowitz Official Website" href="http://www.joelmeyerowitz.com" target="_blank">Web</a></p>
<p>Smog Design im <a title="Smog Design Official Website" href="http://www.smogdesign.com/" target="_blank">Web</a></p>
<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/album-lonelyavenue.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2176" style="margin-left:0;margin-right:10px;" title="album-lonelyavenue" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/album-lonelyavenue.jpg?w=350&#038;h=315" alt="" width="350" height="315" /></a> Ben Folds &amp; Nick Hornby – <em>Lonely Avenue</em></p>
<p>VÖ: 28. September 2010 Nonesuch/Warner Bros. Records</p>
<p>Produced by Ben Folds<br />
Recorded &amp; Mixed by Joe Costa<br />
Engineer &amp; Editing: Leslie Richter<br />
Mastered by Bob Ludwig<br />
String Arrangements: Paul Buckmaster<br />
Photography by Joel Meyerowitz<br />
Design by John Heiden/Smog Design</p>
<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/waytonormal.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2177" style="margin-left:0;margin-right:10px;" title="waytonormal" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/waytonormal.jpg?w=350&#038;h=350" alt="" width="350" height="350" /></a><br />
</br><br />
</br><br />
Ben Folds – <em>Way to Normal</em></p>
<p>VÖ: 29. September 2008 Epic/Sonymusic</p>
<p>Produced by Dennis Herring<br />
Recorded by Anthony Ruotolo, Csaba Petocz, Fernando Lodeiro, Joe Costa, Will Hensley<br />
Edited by Joe Costa<br />
Mixed by Michael Brauer, Will Hensley<br />
Mastered by Bob Ludwig, Howie Weinberg<br />
Photography by James Minchin<br />
Design by John Heiden/Smog Design<br />
</br><br />
</br><br />
</br></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/rocking-chair/'>Rocking Chair</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2168/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2168/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2168&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Suomi! Sashimi! Casio!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 07:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Tage kürzer werden und somit finn-sterer (muahahaa…), sollte man zu Leuten gehen, die sich mit sowas auskennen: finn-ische Künstler zum Beispiel, die auch einen schrägen Sinn für Humor haben. Wie Pintandwefall, die unlängst zusammen mit Teemu Markkula in Stuttgart gastierten und ihr neues Album Hong Kong, Baby vorstellten…<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2107&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2150" title="teaser1" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser1.jpg?w=600&#038;h=50" alt="" width="600" height="50" /></a>Wenn die Tage kürzer werden und somit finn-sterer (muahahaa…), sollte man zu Leuten gehen, die sich mit sowas auskennen: finn-ische Künstler zum Beispiel, die auch einen schrägen Sinn für Humor haben. Wie Pintandwefall, die unlängst zusammen mit Teemu Markkula in Stuttgart gastierten und ihr neues Album <em>Hong Kong, Baby</em> vorstellten…</p>
<p><span id="more-2107"></span>Meine Schwäche für laute Mädchenbands einerseits und unkonventionelle Damen im Allgemeinen ist dem geneigten Leser mittlerweile ja bekannt. Und Jule sowieso – daher wies sie mich auf das Konzert der finnischen Band Pintandwefall neulich im Keller Klub hin und meinte: »Das ist doch was für Dich!« Recht hatte sie :-)</p>
<p>Wohl dem Umstand des Donnerstags geschuldet, war der Keller Klub leider so gut wie leer. Vielleicht lag es auch daran, dass – ganz untypisch – keine lokale Band den Anheizer übernahm, sondern dieser vom Hauptact aus Finnland mitimportiert war? Jedenfalls zählte ich allenfalls so um die 15–20 Personen im Raum. Thekenpersonal inklusive. Schade zwar, aber dem Spaßfaktor tat das keinen Abbruch – und abbro…äh…apropos »schräg«: stellenweise kam man sich vor wie mitten in einem Kaurismäki-Film.</p>
<p>Ob es Zufall war, dass die Dosenbeschallung an diesem Tage aus Klassikern der späten 60er/ frühen 70er wie Frampton&#8217;s »Show Me The Way« bestand? Jedenfalls passte diese Kulisse wie auch die der Keller-Bühne allgemein perfekt zur Vorgruppe, die erstens keine war und zweitens daher auch nicht unbedingt als »Anheizer« bezeichnet werden kann: auf der Bühne saß nur ein einziger Akteur mit zwei Akustikgitarren, einem Mikro, einem alten Boss-Effektgerät und einem ungewöhnlichen Ghettoblaster mit eingebauter Keyboardtastatur. Und skurril war das Erscheinungsbild des Künstlers außerdem: Denn mit Rotzbremse und Lockenmähne sah er aus wie die finnische Version von Wolfgang Petry.</p>
<div id="attachment_2100" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/teemumarkkula-01.jpg"><img class="size-full wp-image-2100" title="teemumarkkula-01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/teemumarkkula-01.jpg?w=600&#038;h=450" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Der fragwürdige Look täuscht… © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Der Auftritt indes von Teemu Markkula, so der Name des Künstlers, war alles andere als lächerlich. Wie schon angedeutet, kam ein wenig hippieske Sit-In-Atmosphäre auf im Keller Klub. Ein bisschen erinnerte er an einen (desillusionierteren) Richie Havens, wie er da so saß und auf seiner Akustikgitarre schrammelte. Seine düsteren, mal schwermütigen, mal aber auch durchaus losrockenden und durch den Verzerrer gejagten Songs erinnerten in der Stimmung an die Doors oder – wenn man mal aus der Retrovergleichsschiene raus will – den Stonerrock eines Black Rebel Motorcycle Club. Das Publikum hatte er jedenfalls sofort mit seiner Musik. Und auch mit seinem lakonischen Humor, als er z.B. darauf hinwies, dass nach ihm eine Band spielen würde, die wohl um einiges fröhlicher sei als er – seine Songs würden ja alle von der Apokalypse handeln. Kunstpause. »Which is coming.« Und man wusste nicht, meint er das alles ernst? Oder nicht? Oder doch? Denn irgendwie war die Show (und wie gesagt der Look des Künstlers!) ja dann auch wieder sehr skurril, wenn Markkula z.B. immer mal wieder zu einem obskuren Percussion-Effekt griff, auf dessen Name ich leider nicht komme. Das war wirklich Kaurismäki live. Ich glaub, die Finnen sind einfach so. Bemerkenswert ist aber, wie sich diese ganzen Dinge zu einem homogenen und auch ernsthaftem Ganzen zusammenfügen. Dachte man erst immer »Hä?«, wenn Markkula zum Ghettoblaster griff, dort einen Elektrobeat à la Duracell-Hase zum Laufen brachte, diesen dann DJ-mäßig mit merkwürdigen Fills »on the fly« anreicherte, so legte sich dieses Gefühl recht schnell wieder, wenn er zur Gitarre griff und zu diesem Beat einen neuen Song intonierte. Ein Mann mit Gitarre (und etwas Elektro-Krempel) kann langweilig sein – muss aber nicht, wie Teemu Markkula an diesem Abend wirklich eindrucksvoll bewies. Einen Videobeweis gibt es unten…</p>
<div id="attachment_2102" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/teemumarkkula-03.jpg"><img class="size-full wp-image-2102" title="teemumarkkula-03" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/teemumarkkula-03.jpg?w=600&#038;h=450" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">…Teemu Markkula hat mit Höllen-Schlager nix am Hut, sondern rockt mächtig ab © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Ein Album hat Markkula bisher noch nicht veröffentlicht, derzeit arbeitet er an seinem Debut. Die Snippets auf seiner MySpace-Seite geben wenig Aufschluss, handelt es sich doch ausschließlich um irgendwelche experimentellen Noise-Elemente. Typisch finnisch eben ;-) Ich bin sehr gespannt auf die erste Scheibe von ihm.</p>
<div id="attachment_2097" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-03.jpg"><img class="size-full wp-image-2097" title="pintandwefall-03" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-03.jpg?w=600&#038;h=450" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Wie von Markkula angekündigt, ging es hinterher gleich fröhlicher zur Sache: Pintandwefall © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Nach einer kleinen Pause, Umbau war ja kaum nötig, kamen – ich wollte schon sagen »aus der Mitte des Publikums«, aber es muss an diesem Abend wohl eher heißen »aus der Tiefe des Raumes« ;-) – Dumb Pint, Crazy Pint und Cute Pint auf die Bühne gerannt, gesprungen, gehopst. Moment, das sollten doch eigentlich vier sein??? Und richtig, Tough Pint war leider nicht dabei, sondern zuhause in Finnland. Die Gründe erfuhr man nicht – hoffen wir mal, dass es sich nicht verhält <a title="Sheriff Borat" href="http://wp.me/pz71o-uW" target="_blank">wie bei Brutal Polka</a> ;-) Der Auftritt sollte für Cute aber Tough werden – sollte sie doch selbige mal eben an den Drums ersetzen. Crazy. Hat sich aber gar nicht Dumb angestellt. Doch dazu später mehr. Jedenfalls machte schon das Erscheinungsbild von Pintandwefall gleich klar, dass es – wie vom Pre-Act bereits angekündigt – nun etwas lustiger zugehen sollte, kamen sie doch mit schwarzen Zorromasken auf die Bühne. Und ganz allgemein machten sie alles andere als einen so apokalyptischen Eindruck wie Markkula.</p>
<div id="attachment_2096" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2096" title="pintandwefall-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-02.jpg?w=600&#038;h=300" alt="" width="600" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leider nur zu dritt auf Deutschland-Tour (v.l.n.r.): Cute Pint, Dumb Pint und Crazy Pint © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Pintandwefall haben unlängst ihr zweites Album <em>Hong Kong, Baby</em> veröffentlicht und waren nun also auf Stippvisite in Deutschland, um es der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bekanntermaßen war diese an jenem Abend ja leider recht klein, was Dumb Pint eventuell in den Ticketpreisen begründet sah: »I heard the tickets were 13 Euros! That&#8217;s quite a lot!!« Hat sie nicht unrecht, andererseits galt in der Schwabenmetropole zumindest vor der Rezession immer der Grundsatz »Was nix koscht, isch au nix wert!« Gut, Krise und S21 haben an diesem Grundsatz ja mächtig gerüttelt. Angesichts der gebotenen Leistungen von Markkula und Pintandwefall gingen die 13 EUR aber in jedem Fall seeehr in Ordnung. Zum Ausgleich für den Ticketpreis bekam jeder Besucher auch noch nach dem Konzert ein Pintandwefall-Abzieh-Fake-Tattoo umsonst. Oder zwei. Oder drei. Wie man mochte oder wieviele Arme man zu bieten hatte. Jedenfalls merkte man den dreien überhaupt nicht an, dass sie ob des so dürftig vorhandenen Publikums verständlicherweise ziemlich geknickt waren (wie man <a title="Pintandwefall Tour Blog" href="http://www.pintandwefall.com/ingermany.htm" target="_blank">hier</a> im schonungslosen Tourtagebuch von Cute Pint lesen kann) – trotz dieser und diverser anderer Widrigkeiten drehten die drei mächtig auf. Und da man sich ja darüber streiten kann, ob Finnland überhaupt zu Skandinavien gezählt wird oder nicht, werfe ich das jetzt einfach mal alles durcheinander: Pintandwefall wirken wie die kleinen, etwas ungezogeneren Schwestern von Katzenjammer –  bzw. wie Pippi Langstrumpf auf Speed. Und sind mindestens so lustig und unterhaltsam wie der dänische Koch aus der Muppet-Show (der eigentlich ja Schwede ist). Und was sie live so alles abfeuern, kommt auch auf Platte mindestens genauso rüber.</p>
<div id="attachment_2148" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/1promo.jpg"><img class="size-full wp-image-2148" title="1promo" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/1promo.jpg?w=600&#038;h=550" alt="" width="600" height="550" /></a><p class="wp-caption-text">Hier mal alle vier – Würden Sie diesen Damen eine CD abkaufen? Ich rate dringend dazu! © Aki Roukala/Pintandwefall Official Promo Pix</p></div>
<p>Warum das aktuelle Album letztlich <em>Hong Kong, Baby</em> heißt, entzieht sich meiner Kenntnis. Da ich aber gerade schon mal erdkundemäßig etwas großzügig war, schwenke ich von Hong Kong rüber nach Tokio (siehe Überschrift) – was für mich nämlich mehr Sinn machen würde: Denn in Aufmachung und Sound kommt mir bei Pintandwefall unweigerlich die Assoziation »Manga« in den Sinn. Und (pop-)kulturell hat man im Land der aufgehenden Sonne ja auch gerne dezent einen an der Waffel – was für Finnland als ein Land der Mitternachtssonne ebenso zu gelten scheint. Die Musik von Pintandwefall ist wild-lässiger Garage-Rock mit Punk-Attitüde, voll von coolen Riffs, eingängigen Hooks, rockenden Grooves und wirklich guten Melodien. Die Themen, die in den Lyrics behandelt werden, sind alltäglich und nicht-alltäglich zugleich: Vögel, die offenbar im Cluburlaub waren und sich über Flirterfolge (oder eben auch nicht) unterhalten, offensichtlich schottischstämmige Piranhas mit Identitätskrisen und ungewöhnlichen Freundschaften, Zombies mit Liebeskummer und Borderline-Syndrom, die Gefahren wahrer Freundschaft wenn die Freunde kriminell sind, die Segnungen schlichten Geistes am Beispiel eines minderbemittelten Oktopus (ja, es gibt auch andere als Paul) und die allseits bekannte »Oh-Gott-ich-hab-nichts-anzuziehen!!«-Problematik. Doch auch nachdenklich-romantischere Momente hat <em>Hong Kong, Baby</em> parat, z.B. bei den Songs »Where did you go?« und »Sad Song« bzw. auch sehr hübsches Kinderlied am Schluss. Und bei aller Albernheit muss man eines ganz deutlich sagen: die vier Mädchen aus dem Norden haben&#8217;s echt drauf. Eine überaus gut klingende Produktion, mit einer großen Portion Witz und bei allem Rock und Rotz viel Liebe zum Detail. Zwischen knurrenden Plek-Bass, schrammelnde Zerrgitarre und scheppernde Drums mischen sich ausgefeilt-verschachtelte Vocal-Arrangements, Kazoos, Melodica, Body- und sonstige Percussions, Wasserblubbern, Vogelzwitschern und – Tastendrückerkollegen aufgepasst, Gearporn-Alarm – eine Clavioline! Kurz und gut – wer sich von einer kewlen Mischung aus Garage-Punkrock und Witz angesprochen sowie bei Assoziationen wie 60er-Jahre-B-Movies, Manga, Superhelden, Bat- und Spiderman, Tarantino, Iggy and the Stooges u.ä. zuhause fühlt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer sich trotzdem vorab noch einen Eindruck verschaffen will, dem sei entweder ein Besuch der MySpace-Seite empfohlen, wo man sich ein paar Songs vom aktuellen Album anhören kann oder alternativ der Besuch der offiziellen Website, wo die EP <em>Roy Peter Mike And Ken, Baby</em> kostenlos zum Download bereitsteht. Aktuelle Videos gibt es latürnich wie immer <a title="Lauschsofa auf YouTube" href="http://www.youtube.com/user/Lauschsofa?feature=mhum" target="_blank">hier</a> auf unserem YouTube-Kanal.</p>
<div id="attachment_2095" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-01.jpg"><img class="size-full wp-image-2095" title="pintandwefall-01" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/pintandwefall-01.jpg?w=600&#038;h=615" alt="Pintandwefall: fesche Finninnen bestechen durch eigenwilligen Kleidungs-, Tanz-, Gesangs-, Musik- und sonstigen Stil… © Thorsten Kampa/Lauschsofa" width="600" height="615" /></a><p class="wp-caption-text">Pintandwefall: fesche Finninnen bestechen durch eigenwilligen Kleidungs-, Tanz-, Gesangs-, Musik- und sonstigen Stil… © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Kommen wir zurück zum Auftritt im Keller Klub. Irgendwie scheinen die Finninnen Unzulänglichkeiten, Zufälle und Improvisationsnotwendigkeiten anzuziehen. Wurden Pintandwefall doch eigentlich nur als Band für einen Schulball und ein paar Songs gegründet – kamen aber so gut an, dass sie halt weitergemacht haben. Hätten sie vorher gewusst, dass da etwas Größeres draus wird, hätten sie sich nach eigener Aussage bei der Wahl der Künstlernamen vielleicht mehr Mühe gegeben ;-) Doch <a title="Mann braucht sowas… manchmal" href="http://wp.me/pz71o-8w" target="_blank">wie schon öfters</a> an diesem Ort in Stuttgart-Mitte erlebt, gab es auch hier trotz überschaubarem Besucher…ähm…»andrang« kein Sparprogramm. Pintandwefall waren alles andere als lustlos bei der Vorstellung ihrer aktuellen Scheibe. Gut gelaunt hüpften die drei anwesenden Pints auf die Bühne und Dumb Pint machte eigentlich den kompletten Abend so weiter: fast die ganze Zeit war sie wie ein Flummi auf der Bühne unterwegs. Crazy Pint bot eine Welturaufführung eines Songs dar, der vielleicht in fünf Jahren mal auf einem Soloalbum von ihr erscheinen wird (oder auch nicht) – jedenfalls wechselte sie beeindruckend sicher zwischen Gesang und Blöckflöte (sehr kewles Modell in durchsichtigem Neongrün übrigens) hin und her. Überhaupt merkte man den dreien nicht an, dass der Song eigentlich null geprobt war. Gut, höchstens als Crazy mal ihre eigenen Lyrics vergessen hatte ;-). Generell scheinen die drei mit unvorhergesehenen Unbillen bestens fertigzuwerden. Denn wie gesagt – Tough Pint an den Drums fehlte leider. Doch Cute Pint erfüllte ihre Ersatzaufgabe ü-ber-haupt nicht schlecht. Sicher, man merkte an Stockhaltung und Bewegungsmustern, dass sie keine Schlagzeugerin ist. Aber ganz ohne Witz: da hab ich schon einige Schlagzeuger erlebt, die ein schlechteres Timing hatten. Wobei sie allerdings doch eher selten am Set saß und dieses komplett bediente. Oft stand sie singend da, mit dem Mikro in der einen Hand, den Fuß an der Bassdrum und in der anderen Hand wahlweise einen Stick für gelegentliche Beckenakzente oder einen hübschen Ananas-Shaker – Multitasking galore! Oft kam der Beat dazu von einem möglicherweise transsexuellen Keyboard namens Mr. Casio, der – oder die, da waren sich die Pints nicht ganz sicher – schön trashige Grooves rumpelte. Sehr lustig und süß auch die Grimassen und Gesten, wenn Cute im Eifer des Gefechts mal kurz was daneben ging, wie z.B. Mr. Casio zweimal um denselben Beat zu bitten. Hat aber im Endeffekt nix ausgemacht, Pintandwefall spielen Songs auch mal mit dem völlig verkehrten Groove, kein Problem ;-) Die werden mit allem fertig – auch damit, dass der DJ für nach dem Auftritt während ihres Auftritts schon mal kurz seine CDs über die PA abhört.</p>
<div id="attachment_2094" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/cutepint-02.jpg"><img class="size-full wp-image-2094" title="cutepint-02" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/09/cutepint-02.jpg?w=600&#038;h=600" alt="" width="600" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">…und Cute Pint darüber hinaus auch durch enorme Multitasking-Fähigkeiten © Thorsten Kampa/Lauschsofa</p></div>
<p>Sicher, es hätte der Show gut getan, wenn bei solcher Art von Musik das Drumset richtig bearbeitet wird. Aber die drei Finninnen von Pintandwefall haben dieses kleine Manko nicht nur mit viel Charme, sondern auch viel Können mehr als ausgemerzt. Schade, dass sie in Stuttgart (wie wohl auch in Frankfurt) so wenig Publikum gefunden haben. Wer dort war, hat jedenfalls eine sehr kewle Show erlebt – und wird sicherlich wieder dabei sein, wenn die drei…äh…vier mal wieder hierzulande auftauchen. Und dann wohl auch den oder die ein oder andere noch mitbringen, damit diese Band auch einen Saal bekommt, den sie verdient.</p>
<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/pintandwefall_hongkongbaby_cover1000.jpg"><img class="size-full wp-image-2153 alignleft" style="margin-left:0;margin-right:10px;" title="pintandwefall_hongkongbaby_cover1000" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/pintandwefall_hongkongbaby_cover1000.jpg?w=270&#038;h=270" alt="" width="270" height="270" /></a>Pintandwefall – <em>Hong Kong, Baby</em></p>
<p>VÖ: 16. Juli 2010 bei GAEA Records/Viva Hate Records/Blow Gold Records<br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
Pintandwefall im <a title="Pintandwefall Official Website" href="http://www.pintandwefall.com/" target="_blank">Web</a><br />
…bei <a title="Pintandwefall Official MySpace" href="http://www.myspace.com/pawf" target="_blank">MySpace</a><br />
…und <a title="Download EP Roy Peter Mike And Ken, Baby" href="http://www.pintandwefall.com/download.htm" target="_blank">hier</a> geht&#8217;s zum kostenlosen Download von <em>Roy Peter Mike And Ken, Baby</em></p>
<p>Teemu Markkula bei <a title="Teemu Markkula Official MySpace" href="http://www.myspace.com/teemumarkkula" target="_blank">MySpace</a><br />
<br /></br></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://lauschsofa.wordpress.com/2010/10/18/suomi-sashimi-casio/"><img src="http://img.youtube.com/vi/_hYJRsE6Z-o/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/hausmusik/'>Hausmusik</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/rocking-chair/'>Rocking Chair</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2107/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2107&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Moddi-fiziert</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 07:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lauschsofa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zufälle gibt es im Leben – und manchmal richtig glückliche: eben noch auf dem Lauschsofa »ge-reviewed«, machte Moddi auf seiner verkürzten Mini-Tour im September auch in Stuttgart Halt, um seine aktuelle EP rubbles und Teile seines Albums floriography  vorzustellen. Zusammen mit der Cellistin Ofelia Østrem Ossum bot er im Kulturverein Merlin im Rahmen der »Klinke 21« Konzertreihe ein beeindruckend emotionales Konzert und beantwortete uns außerdem bei einer heißen, weißen Schokolade ein paar Fragen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2083&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2120" title="teaser" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/teaser.jpg?w=600&#038;h=50" alt="" width="600" height="50" /></a>Zufälle gibt es im Leben – und manchmal richtig glückliche: eben noch auf dem Lauschsofa <a title="Meerblond" href="http://wp.me/pz71o-xd" target="_blank">»ge-reviewed«</a>, machte Moddi auf seiner verkürzten Mini-Tour im September auch in Stuttgart Halt, um seine aktuelle EP <em>rubbles</em> und Teile seines Albums <em>floriography</em> vorzustellen. Zusammen mit der Cellistin Ofelia Østrem Ossum bot er im Kulturverein Merlin im Rahmen der »Klinke 21« Konzertreihe ein beeindruckend emotionales Konzert und beantwortete uns außerdem bei einer heißen, weißen Schokolade ein paar Fragen.</p>
<p><span id="more-2083"></span><br />
Zum ersten Mal im Rahmen der Konzertreihe »Klinke 21« ist der Zuschauerraum des Merlin fast komplett bestuhlt. Ein Umstand, der der Stimmung während des Konzerts des Norwegers Moddi durchaus gut tut. Während der Songs ist es beinah mucksmäuschenstill und das Publikum wie gebannt von den beiden jungen Künstlern, die auf ihrem kurzen Deutschlandbesuch auch in unseren Breiten Station machten. Bereits einen Tag vorher konnte man die Zuschauer in Hannover so begeistern, dass der Merchandisingstand nur noch einige restliche EPs, einen Livemitschnitt (selbstgebrannt und -gebastelt) und 2 Vinylausgaben des Albums hergab – in der CD-Version war <em>floriography</em> bereits ausverkauft. Aufgrund der Großdemo am Hauptbahnhof hatte man sich im Merlin entschieden, den Konzertbeginn auf 21:30 Uhr zu verschieben. Der Saal war gut gefüllt, nicht alle Sitzplätze reichten für den Besucherandrang aus. Was sicherlich auch an dem »Eintritt frei – wer will, schmeißt was in den Hut«-Konzept liegt. Das hat auch in diesem Jahr, dem 21. der Klinke,  wieder gut funktioniert. Und an diesem Abend sogar ganz besonders gut: so spendierfreudig wie nach Moddis Auftritt sei das Publikum während des vergangenen Festivals selten gewesen. Offensichtlich kam der Norweger im Süden der Republik bestens an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2127" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-03-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg"><img class="size-full wp-image-2127" title="moddi-live-03-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-03-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg?w=600&#038;h=398" alt="" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Auftritte von selten gewordener Intensität: Moddi © Julia Graff/Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Traditionell begann Moddi das Konzert im Vorfeld mit Songs vom Band seiner derzeitigen Lieblingsband <a title="ADJÁGAS Official MySpace" href="http://www.myspace.com/adjagas" target="_blank">ADJÁGAS</a>, die ebenfalls im Wettbewerb um das a-ha Stipendium teilnahmen. Folkig-sphärische Musik aus Norwegen, eine sehr passende Einstimmung für den Gig. Ein solch eingestimmtes Publikum ist denn auch bestens vorbereitet, für ein wirklich intensives, intimes und beeindruckendes Konzerterlebnis. Lauscht man den ersten Klängen von Akkordeon und Cello weiß man schnell: abgerockt und gemosht wird hier nicht. Man darf sich einlassen auf eine Unplugged-Atmosphäre und einen Auftritt von selten gewordener Intensität. Die meiste Zeit hält er die Augen geschlossen, Dunkelheit ist für Moddi <span style="color:#008080;"><em>»essenziell wichtig, um kreativ zu sein«</em></span>, wie er uns im Gespräch erzählte. Selbst wenn seine Musik nicht spontan den Geschmack eines jeden trifft oder dem ein oder anderen zu wenig abwechslungsreich erscheint; er versteht es, sein Publikum mit seiner Performance zu fesseln, und es dazu noch in den Pausen gut zu unterhalten. Mal nachdenklich, melancholisch wie seine Kompositionen auch, mal witzig und spontan: seine Songs sind immer verknüpft mit kleinen Geschichten und Begebenheiten, die jeder nachvollziehen kann. Und vielleicht dient der Norwegerpulli, den er sich eigens zum Auftritt übergezogen hat, auch dem selbstironischen Spiel mit Klischees? Zuzutrauen wäre es ihm ;-)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2128" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-b-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg"><img class="size-full wp-image-2128" title="moddi-live-B-01-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-b-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg?w=600&#038;h=903" alt="" width="600" height="903" /></a><p class="wp-caption-text">© Julia Graff/Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Moddi bevorzugt es, mit dem Publikum zusammen in einer Art Unplugged-Atmosphäre zu sitzen: <span style="color:#008080;"><em>»Ich hätte ihnen sowieso gesagt, sie sollen sich auf den Boden setzen«</em></span>, wenn das Merlin nicht von sich aus bestuhlt hätte. Mit kompletter Band können wir uns ein solches Konzert auch noch energetischer vorstellen, aber die Duo-Lösung mit Cellistin Ofelia Østrem Ossum ist ein echter Gewinn, nicht nur stimmlich harmonieren die beiden bestens.</p>
<p>Die eigentlich auf vier Termine angesetzte Mini-Tour musste übrigens aufgrund des a-ha-Supportgigs leider verkürzt werden: <span style="color:#008080;"><em>»Ich hätte gerne auch in Dresden gespielt, aber so eine Chance kann man sich einfach nicht entgehen lassen.«</em></span> Lustig sind allerdings die Umstände, wie Moddi überhaupt zu den vier Terminen kam: <span style="color:#008080;"><em>»Dennis – ein befreundeter Musiker – hat meine MySpace-Seite einfach weitergeleitet, und eines Tages meldete sich dieser Typ bei mir und fragte mich, ob ich eine Tour machen wollte. Ich hab mich für das Angebot bedankt, aber ihm auch gesagt dass das Problem ist, dass ich schon einen Booking-Agenten in Deutschland habe. Aber das war ihm egal, der wollte gar nichts dafür haben. Der wollte mich nur unbedingt hier auf Tour schicken.«</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-07-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg"><img class="size-full wp-image-2129" title="moddi-live-07-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-07-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg?w=600&#038;h=398" alt="" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Zwischen den Songs gibt es auch kleine witzige Geschichten © Julia Graff/Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>So ähnlich muss es ihm auch bei der Arbeit im Studio mit Valgeir Sigurdsson ergangen sein. Der Produzent und Ex-Björk-Sideman wollte nach dem Hören des »Schlafzimmerdemos« – auch seine Aufnahmen und Kompositionen verfasst Moddi gerne in dunkler Umgebung – unbedingt mit ihm arbeiten. Sein Greenhouse in Island war Moddis erste und ziemlich passende Wahl. Latürnich ist Björk einzigartig, doch wie oben schon erwähnt, verfügt Moddi über eine Ausdruckskraft bzw. auch eine gewisse »Ursprünglichkeit«, die manchmal durchaus an die Isländerin erinnern. Ein Vergleich, mit dem er übrigens gut leben kann: <span style="color:#008080;"><em>»Björk ist ja gar kein so schlechtes Vorbild ;)&#8230;«</em></span> Die Arbeit mit Sigurdsson verlief übrigens äußerst harmonisch und partnerschaftlich, wenn es auch vielleicht zu Beginn etwas »schwierig« war. Auf die Frage, ob er das Gefühl gehabt hätte, Sigurdsson hätte versucht ihm irgendwie einen Sound »aufzudrücken«, meint Moddi: <span style="color:#008080;"><em>»Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, es war für ihn aber erst etwas ungewohnt, dass ich schon so klare ausgearbeitete Vorstellungen hatte und schon vieles vorbereitet.«</em> </span>Zum Beispiel stand für Moddi auch von vornherein fest, dass er keine Elektronik-Sounds auf seinem Album haben möchte, sondern ausschließlich akustische Instrumente: <span style="color:#008080;"><em>»Mir geht es auch darum, einfach gute Songs für sich zu machen, die in jeder Besetzung funktionieren. Egal ob ich wie heute zu zweit, alleine oder mit der ganzen Band auftrete.«</em></span> Ebenfalls beeindruckend, dass die Songs teilweise live mit der Band eingespielt wurden – im verdunkelten Studio, versteht sich. Zwei Wochen reichten für die Aufnahmen allerdings nicht aus…der Rest wurde in den Propeller Studios produziert.</p>
<p>Bei der anschließenden Suche nach einem Label für das fertige Album stieß Moddi auf eine Vielzahl an Interessenten, aber nur bei Propeller Records hatte er ein gutes Gefühl, das ihn überzeugte: <span style="color:#008080;"><em>»Als das Album fertig war, hab ich es an einige Labels geschickt, und von überall her kam ›wow, das ist toll, klar, das bringen wir raus!‹ – aber Propeller waren die einzigen, die auch kritisch waren und gesagt haben ›ok, das und das ist echt gut, hier und hier müssen wir noch arbeiten‹.«</em></span></p>
<p><span style="color:#008080;"><em> </em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2121" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><em><em><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-portrait-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg"><img class="size-full wp-image-2121" title="moddi-portrait-01-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-portrait-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg?w=600&#038;h=903" alt="" width="600" height="903" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Musiker mit Haltung und Überzeugung: Moddi © Julia Graff/ Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em> </em>Und wie war das nun eigentlich mit dem a-ha-Stipendium? Moddi erklärt: <span style="color:#008080;"><em>»In Norwegen gibt es einige Musikförderprogramme, und Magne (Furuholmen, Keyboarder von a-ha – Anm. d. Red.) saß dieses Jahr in der Jury einer dieser Wettbewerbe, dem Statoil Stipendium, zu dem jeder Künstler, der beim by:larm-Festival spielt, automatisch angemeldet wird. Aber einige der Musiker wollten nicht mit der Ölindustrie in Verbindung gebracht werden.«</em></span> Und zieht zur Verdeutlichung sein blaues »Vindkraft«-T-Shirt zurecht. <span style="color:#008080;"><em>»Da hatte Magne die Idee, mit a-ha ein eigenes Förderprogramm aufzuziehen. Vierzig kamen dann in den Wettbewerb, acht in die engere Auswahl und zum Schluss blieben vier übrig.«</em></span> Und Moddi war dabei und ergatterte eines der mit 1 Mio. NOK (150.000 EUR) dotierten Stipendien. Und worin besteht das – bekommen die Stipendiaten den Batzen Geld und sollen dann selbst sehen wie sie damit klarkommen? Moddi lacht: <span style="color:#008080;"><em>»Nein, das Geld werde ich wohl nie sehen. Es geht da schon um konkrete Unterstützung, und es gibt da auch keinen festgelegten Zeitrahmen. Ich habe jetzt z.B. Tipps in Management-Fragen bekommen. Und klar, auch sowas wie der Auftritt morgen mit a-ha (04.09.2010 in Trondheim– Anm. d. Red.) gehört dazu.«</em></span> Als er uns das auf dem Sofa im Kap Tormentoso erzählt, meint er noch, dass er wegen diesem 17.000-Zuschauer-Gig keinen besonderen Bammel hätte – wie man aber am darauffolgenden Tag auf Facebook lesen konnte, sollte das wohl noch ein bisschen kommen (Status-Post am 05.09.2010: »Moddi  had 17.000 butterflies in the belly yesterday. Thanks to a-ha for a great chance!«) ;-) Doch Moddi ist alles andere als ein betont auf abgebrüht machender Jung-Rockstar, sondern hat kein Problem damit auch Schwächen und Unzulänglichkeiten offen zuzugeben: <span style="color:#008080;"><em>»Nein, wenn ich Songs schreibe, gibt es keine Aufnahmen. Mit der Technik und dem Equipment  kann ich überhaupt nicht umgehen. Ich kann auch keine Noten aufschreiben wie Ofelia es z.B. macht. Und meine ganzen Textideen, die während des Schreibens kommen, notiere ich auf lauter kleine Post-it-Zettel.«</em></span> Seit er allerdings nach Oslo gezogen ist, ist es mit dem Komponieren sowieso etwas schwieriger geworden, denn wie bereits erwähnt ist Moddi gerne im Dunkeln bzw. nachts kreativ: <span style="color:#008080;"><em>»So zwischen zwölf und vier ist eigentlich die beste Zeit.«</em></span> Leider verträgt sich das nicht so ganz mit Osloer Mietwohnungen, zumal wenn das Instrument der Wahl ein Akkordeon ist. Und überhaupt: <span style="color:#008080;"><em>»Ich hab immer auch ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich erst nach 09:00 Uhr aufstehe.«</em></span> Tja, irgendwas ist halt immer ;-)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-soundcheck-c2-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg"><img class="size-full wp-image-2122" title="moddi-soundcheck-c2-01-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-soundcheck-c2-01-c2a9-julia-graff-stuttgart.jpg?w=600&#038;h=398" alt="" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Live kann man das Akkordeon zum Glück ganz ohne Rücksicht auf Nachbarn spielen ;-) © Julia Graff/Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interessant wird es auch, wenn Moddi von seinen musikalischen Wurzeln und spezieller musikalischer »Erziehung« erzählt: <span style="color:#008080;"><em>»Ja, meine Mutter und mein Vater haben auch Musik gemacht, sie haben sich sogar in einer Band kennengelernt. Mein Vater spielte dort Schlagzeug, meine Mutter Klavier. Als ich klein war, durften wir aber gar keine Musik hören oder CDs kaufen, meine Mutter meinte, wir könnten auch selbst Musik machen.«</em></span> <span style="text-decoration:line-through;">Befohlen</span> Gesagt, getan. Irgendwann fing Moddi dann auch an, selbst in Bands zu spielen, in ganz unterschiedlichen Richtungen, z.B. Trompete in der Schulkapelle, am Bass und als Rapper war er ebenfalls aktiv. Aber latürnich ließ sich das CD-Verbot nicht auf ewig durchhalten – und was war das so für Musik, die er gehört hat als er dann durfte? <span style="color:#008080;"><em>»Das ging so ziemlich die Richtung, die ich jetzt selbst mache, Radiohead, Sigur Rós, Jeff Buckley, Damien Rice…«</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-05-c2a9-julia-graff-stuttgart1.jpg"><img class="size-full wp-image-2126" title="moddi-live-05-©-Julia-Graff-Stuttgart" src="http://lauschsofa.files.wordpress.com/2010/10/moddi-live-05-c2a9-julia-graff-stuttgart1.jpg?w=600&#038;h=398" alt="" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Stimmlich und instrumental ein Gewinn: Ofelia Østrem Ossum © Julia Graff/Lauschsofa, Stuttgart</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass Moddis Musik spätestens in voller Besetzung für jeden wohl abwechslungsreich genug sein sollte – davon wird man sich ja am 15. Oktober (also schon am Freitag!) überzeugen können, wenn die EP <em>rubbles</em> auch hierzulande erscheinen wird, passend zu Herbst und Vorwinterstimmung. Oder auch live im November, wenn Moddi als Support zusammen mit Angus &amp; Julia Stone auf Europatour geht (Termine siehe unten). Melancholische Romantiker und romantische Melancholiker werden es lieben. Und auch so manch anderer – da sind wir überzeugt – wird moddi-fiziert werden.</p>
<p>Moddi live (als Support von Angus &amp; Julia Stone) im November:</p>
<p>12. Nov 2010   CH &#8211; Zürich @ Abart Zurich<br />
13. Nov 2010   CH &#8211; Monthey @ Pont-Rouge<br />
14. Nov 2010   D &#8211; München @  Backstage Werk<br />
16. Nov 2010   D &#8211; Münster @ Gleis 22<br />
17. Nov 2010   D &#8211; Köln @ Kulturkirche<br />
18. Nov 2010   D &#8211; Hamburg @ Übel &amp; Gefährlich<br />
19. Nov 2010   D &#8211; Berlin @ Astra</p>
<p>Moddi <a title="Moddi im Web" href="http://www.moddi.no/" target="_blank">im Web</a><br />
… <a title="Moddi bei MySpace" href="http://www.myspace.com/moddimusikk" target="_blank">bei MySpace</a><br />
… <a title="Moddi bei bandcamp" href="http://moddi.bandcamp.com/" target="_blank">bei Bandcamp</a><br />
… <a title="Moddi bei Facebook" href="http://www.facebook.com/floriography" target="_blank">bei Facebook</a></p>
<p>Kulturverein Merlin <a title="Website Kulturverein Merlin" href="http://www.merlin-kultur.de/" target="_blank">im Web</a></p>
<p>Kap Tormentoso <a title="Website Kap Tormentoso " href="http://www.kap-tormentoso.de/Willkommen.html" target="_blank">im Web</a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/hausmusik/'>Hausmusik</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/musikmenschen/'>Musikmenschen</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/rezension/'>Rezension</a>, <a href='http://lauschsofa.wordpress.com/category/musikmenschen/sofaplausch/'>Sofaplausch</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lauschsofa.wordpress.com/2083/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lauschsofa.wordpress.com/2083/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lauschsofa.wordpress.com&amp;blog=8368474&amp;post=2083&amp;subd=lauschsofa&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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